6. Nicht aufgenommene Inschriften

Gemäß den Richtlinien der Interakademischen Kommission für die Herausgabe der Deutschen Inschriften bleiben einige Gruppen von Inschriften von der Bearbeitung ausgeschlossen. Nicht berücksichtigt werden zum einen Inschriften auf Trägergruppen, die Gegenstand eigener Fachdisziplinen sind, wie Münzen und Medaillen, Siegel und Bucheinbände, zum anderen Inschriften auf Trägern aus serieller Herstellung, z. B. Keramikwaren, Bestecke und Geschirr. Da der Katalog der Inschriften nach dem Provenienzprinzip erstellt wurde, wurden ebenso solche Träger nicht berücksichtigt, die zwar im Bearbeitungszeitraum entstanden sind, aber nachweislich erst nach 1653 [Druckseite 62] in das Bearbeitungsgebiet gelangten oder deren Provenienz nicht geklärt werden konnte bzw. zu denen keine Anhaltspunkte für einen Bezug zu Düsseldorf bis 1653 gefunden wurden.

Somit blieben mit wenigen Ausnahmen die Museums- und Sammlungsbestände unberücksichtigt: die Inschriften tragenden Objekte aus dem ehemaligen Düsseldorfer (Kunst-)Gewerbemuseum, die sich heute im Museum Kunstpalast befinden,366) ebenso wie die älteren Stücke aus der Düsseldorfer Ofenplattensammlung367) sowie aus den Beständen des Museums Kunstpalast368) und des Hetjens-Museums (Deutsches Keramikmuseum; hier insbesondere jene aus dem Bereich Steinzeug)369), die für die Zwecke der jeweiligen, thematisch ausgerichteten Sammlung erworben wurden und aus unterschiedlichen Regionen und Ländern stammen.

Die weithin bekannte Düsseldorfer Gemäldegalerie ließ Kurfürst Johann Wilhelm II. (Jan Wellem) erst nach dem Bearbeitungszeitraum anlegen und einrichten.370) Trotz der nachgewiesenen Kunstbestrebungen seines Großvaters, Pfalzgraf Wolfgang Wilhelms, und seines Vaters, Kurfürst Philipp Wilhelms, befand sich unter den älteren, eine Inschrift tragenden Stücken der ehemaligen kurfürstlichen Galerie kein Objekt, für das ein Aufenthalt in Düsseldorf bis 1653 ermittelt werden konnte.371) Ausnahmen bilden lediglich ein Porträt Pfalzgraf Wolfgang Wilhelms, auf dem eine Inschrift auf dem Halsband des herzoglichen Hundes zu erkennen ist (Nr. 155), und ein von J. Spilberg in Düsseldorf angefertigtes Porträt des Pfalzgrafen mit einer Meisterinschrift des Künstlers (Nr. 198). Aufgenommen wurden ebenfalls einige heute im Stadtmuseum Düsseldorf befindliche Bildnisse der herzoglichen Familie (Nrn. 82, 87, 8891, 95, 100102, 107, 114), die mit Herstellungsdaten und Altersangaben der Porträtierten versehen sind und – vielleicht – zur Ausstattung des Schlosses gezählt haben.

Nicht aufgenommen wurden den Bearbeitungsrichtlinien entsprechend die In- und Umschriften einiger Medaillen und Münzen, die ehemals an zwei Ketten am Kaiserswerther Suitbertusschrein angebracht waren,372) sowie die sogenannte Kette der Königin Christine von Schweden und die daran angehängten Münzen, die die Königin nach ihrer 1654 erfolgten Abdankung während ihrer Reise ins Exil dem Kaiserswerther Stift geschenkt haben soll.373) Eine Ausnahme bildet lediglich eine 1643 eigens für St. Suitbertus angefertigte Medaille, die ein Kaiserswerther Amtmann und seine Gemahlin gestiftet haben (Nr. 188).

[Druckseite 63]

Ebenso wurden die Initialen, Monogramm und Jahreszahlen auf den Beständen der herzog­lichen Silberkammer, die in den entsprechenden Inventaren, z. B. dem von Redlich edierten Inventar von 1666,374) bei einer Vielzahl von Objekten angegeben werden, nicht bearbeitet. Die Monogramm begegnen in stets gleich bleibender oder nur leicht abgewandelter Form zumeist auf seriell hergestellten Objekten. Sie wurden auch dann nicht in den Katalog aufgenommen, wenn sie für ein Einzelteil angegeben wurden, sofern dieses keine weitere Inschrift trug. Zudem sind insbesondere die Angaben zu Jahreszahlen so gefasst, dass sich daraus kein gesicherter Textbestand für die Edition entnehmen lässt. Lediglich zwei Becher, die in dem Inventar von 1666 mit präziseren Angaben zu Wortlaut und Anbringung der Inschriften verzeichnet sind (Nrn. 63 und 93), sowie ein dort ebenfalls verzeichneter Glaspokal von 1643 mit Schenkungsvermerk, der heute in der Schatzkammer der Münchener Residenz aufbewahrt wird (Nr. 185), haben Aufnahme in den Katalog gefunden.

Unberücksichtigt bleiben zudem Inschriften nicht geklärter oder fremder Provenienz und solche, die nachträglich und nicht mehr im Bearbeitungszeitraum ausgeführt wurden. Die folgende Aufzählung strebt allerdings keine Vollständigkeit an, sondern dient dem Zweck, exemplarisch Gründe für die Nichtberücksichtigung einiger z. T. prominenter Stücke darzulegen. So wurden nicht berücksichtigt:

  • – Der Teller mit der Darstellung des Fußfalls von Venlo im Stadtmuseum Düsseldorf375): Der vergoldete Kupferteller ist Bestandteil einer Serie mit Darstellungen der Siege Kaiser Karls V., die 1555/56 nach Kupferstichen des Dirck Volkertszoon Coornhert (1519–1590) in Süddeutschland (Nürnberg oder Augsburg?) hergestellt wurde.376) Der Teller wurde 1966 durch den Heimatverein Düsseldorfer Jonges aus dem Kunsthandel angekauft und dem Stadtmuseum geschenkt.377)
  • – Die Tumba für Gräfin Elisabeth von Waldeck in St. Lambertus in der Düsseldorfer Altstadt: Die auf der Deckplatte eingehauene Inschrift mit dem Wortlaut MISERICORDIAE· PARENTI stammt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus der Zeit der Zweitverwendung als Altarsockel auf dem Derendorfer Friedhof.378)
  • – Die Glocken, die 1812 aus der Abtei Siegburg angekauft und in St. Lambertus in der Düsseldorfer Altstadt sowie in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit Düsseldorf-Derendorf aufgehängt wurden: Von diesen Glocken ist eine 1647 von Claude Lamiral und Antonius Paris gegossene Glocke heute in der Kutschendurchfahrt des Stadtmuseums Düsseldorf ausgestellt.379)
  • – Die vier Glocken, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Leihglocken in Düsseldorfer Gemeinden gelangten.380)
  • – Das Adlerpult in St. Maximilian: Das 1449 angefertigte Pult kam 1804 aus der Abtei Altenberg nach St. Maximilian.381)
  • [Druckseite 64]

  • – Der Vorderdeckel vom Einband eines Evangelistars aus St. Trudo in Sint-Truiden: Das Evangelistar wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts für die Abtei Sint-Truiden geschrieben und ist seit dem 16. Jahrhundert sicher in deren Besitz nachgewiesen;382) es befindet sich heute im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abt. Rheinland.383) Der Deckelschmuck wird zeitgleich auf „etwa 1160“ datiert.384) Für den nur einmal, 1972 von Stiennon publizierten Hinweis, dass das Evangelistar zu einem – allerdings nicht näher bezeichneten Zeitpunkt – dem Gerresheimer Kapitel gehört haben könnte,385) liegen keine Anhaltspunkte vor.386)
  • – Der dreisprachige Kreuztitulus auf dem Altarblatt vom ehemaligen Hochaltar der Kreuzherrenkirche, das heute in St. Andreas an der Westwand am Zugang zum Aufgang zu den Emporen aufgehängt ist: Das Gemälde hat Wiener 1997 „um 1620/30“ datiert.387) Für eine deutlich spätere Datierung spricht jedoch, dass Johannes Spilberg der Jüngere nachweislich 1662 in Düsseldorf an einem Altarblatt mit einer Kreuzigungsdarstellung für die Kreuzherren gearbeitet hat388) und der Hochaltar nach Umbauarbeiten 1665 neugeweiht wurde.389)
  • – Der Kreuztitulus des gotischen Kruzifixes aus dem 15. Jahrhundert in St. Remigius Düsseldorf-Wittlaer: Das Kruzifix wird übereinstimmend auf das 15. Jahrhundert datiert und – mit Fragezeichen versehen – der Kalkarer Schule zugeordnet.390) Die Fahne mit Titulus ist sicher später angebracht worden.
  • – Die Beischrift auf der Sockelleiste der Christophorusfigur in St. Lambertus: Diese Inschrift391) ist auf Fotos aus den Jahren um 1925 und 1956 zu sehen.392) Sie wurde mehrfach erneuert, zuletzt 1925.393) Die Ausführung der Minuskelbuchstaben lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass sie im Verlauf der Restaurierungsmaßnahmen angebracht wurde, die zur Zeit des Historismus um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der Lambertuskirche ausgeführt wurden.394)
  • – Die sogenannte Jakobe-Fahne des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316: Falls die Herzogin tatsächlich eine Fahne gestiftet haben sollte,395) ist diese „nur rudimentär“396) in der heutigen Fahne erhalten, die nach Korn in der Mitte des 18. Jahrhunderts von einem Düsseldorfer Bürger gestiftet und später mehrfach restauriert wurde.397)
  • [Druckseite 65]

  • – Ein Kelch aus dem erst 1869 gegründeten, 1964 aufgegebenen und später abgerissenen Kartäuserkloster Maria Hain in Düsseldorf-Unterrath398): Der um 1600 datierte Kelch war der Inschrift zufolge ein Geschenk zur Primiz für einen Mönch des in Oberschwaben gelegenen Klosters Buxheim399) und ist sicher erst 1869 oder später nach Düsseldorf gelangt.
  • – Ein gusseisernes Grabkreuz aus dem Jahr 1577 am Haus Gerricusplatz 12 in Gerresheim: Das Kreuz stammt nach Angaben des früheren Besitzers aus der Eifel und wurde anlässlich einer Renovierung in der Außenfassade angebracht.400)
  • – Ein „Kissenüberzug mit den eingestickten Worten: Im Jahre unseres Herrn Jesu Christi 1610“, der 1888 ausgestellt wurde und angeblich „aus einem alten Düsseldorfer Hause“ stammte,401) für den aber der Bezug zu Düsseldorf bis 1653 nicht erwiesen ist.
  • – Das kleine Kreuz mit der Jahreszahl 1547, das die Spitze des Lohausener Straßenkreuzes bildet, das 1903 aus einem Mühlstein, einer Säule, einem Kapitell und diesem Kreuz zusammengesetzt wurde. Es wird als „eine für die Gegend um Mendig typische Basaltlava-Arbeit aus der Eifel“ bezeichnet.402)

Nicht aufgenommen in den Katalog sind auch die im Bearbeitungszeitraum entstandenen Objekte, die vermutlich erst unter Kurfürst Johann Wilhelm (Jan Wellem) nach Düsseldorf gelangt sind und sich heute in der Schatzkammer der Münchner Residenz befinden,403) ebenso nicht die dort aufbewahrten Stücke aus dem Brautschatz der Anna Catharina Constantia, für die ein zwischenzeitlicher Aufenthalt in Düsseldorf nicht nachgewiesen werden kann.404)

Ebenfalls nicht aufgenommen werden konnten Inschriften, deren Wortlaut nicht oder nicht in einem für die Edition erforderlichen Zustand überliefert ist. Dazu zählen erwähnte, aber nicht überlieferte Inschriften auf verlorenen Trägern wie eine nur 1877 von Kessel bezeugte, heute verschollene Altarinschrift aus dem Jahr 1236 zur Vollendung der Gerresheimer Stiftskirche405), jene auf dem 1828 umgearbeiteten Kalkumer Schützensilber406) oder auf 1888 ausgestellten Stücken wie einer „Ovale[n] Scheibe mit Inschrift aus der Lambertuskirche zu Düsseldorf, 1651 den 7. Mai“407) oder einem „Bronce-Mörser aus dem 17. Jahrh. (1624) mit Aufschrift, in Düsseldorf gegossen“408), die Inschriften auf zwei wohl aus dem 16. Jahrhundert oder dem Beginn des 17. Jahrhunderts stammenden Grabplatten der Familie von Plittersdorf in der Pfarrkirche St. Nikolaus zu Himmelgeist409) sowie – ebenfalls in St. Nikolaus – an der Wand und an einem Pfeiler angebrachte Inschriften zu Jakobe von Baden, die im Zusammenhang mit der Hochzeit im Jahre 1585 und der Verleihung der Goldenen Rose durch Papst Sixtus V. 1587 entstanden sein sollen,410) oder ein 1636 im Testament des Dechanten Wilhelm Bont genannter silberner Becher, der sich „an der daruff [Druckseite 66] außgestochen Schrifft wirt außweißen“.411) Bedauerlich ist auch, dass von den Grabplatten und/oder -steinen, die beim Ausbau des Düsselkanals in der Düsseldorfer Altstadt vermauert wurden und die unzugänglich sind, bislang im Zuge von im Kanal durchgeführten Reinigungs- und Wartungsarbeiten keine Fotografien angefertigt wurden, so dass keine Angaben über ihr Alter, ihre Herkunft und den Erhaltungszustand vorliegen.412)

Es ist auch davon auszugehen, dass unzählige Inschriften auf Ausstattungsgegenständen am Düsseldorfer Hof und den persönlichen Besitztümern der gräflichen bzw. herzoglichen Familie verloren sind. Die Angaben, die in einer Reihe von Inventaren zum Besitz einiger Personen am Hof und in Beschreibungen zu Ereignissen wie der Hochzeit von 1585 über Inschriften enthalten sind, erlauben jedoch in den meisten Fällen keine Edition des Wortlautes.413)

Ebenso zählen zu den nicht aufgenommenen Inschriften zwar erhaltene, aber im Wortlaut nicht überlieferte und heute unzugängliche Inschriften wie die 1630 einsetzenden Grabinschriften in der Gruft für die Jesuiten in der Andreaskirche.414) Verloren sind auch einige Wandmalereien mit Bildbeischriften aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in St. Lambertus, die 1875 entdeckt und anschließend wieder überstrichen worden sind.415) Auch die (Namens-)Beischriften zu den 20 Medaillons mit den Brustbildern biblischer Gestalten, die mit weiteren Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert 1896 in der Chorapsis der Gerresheimer Stiftskirche entdeckt wurden, konnten nicht berücksichtigt werden. Die überlieferten Angaben zu diesen Inschriften bieten keine verlässliche Grundlage für eine Edition. Ebenso blieben die heute in St. Martinus in Bilk auf um 1240 entstandenen Wandmalereien zu lesenden Inschriften unberücksichtigt. Sie sind sicher später hinzugefügt worden, das auf einem Schriftband bei der Verkündigungsszene ausgeführte AVE MARIA nach 1894.416)

Jahreszahlen an Häusern, die in den Bearbeitungszeitraum fallen, aber sicher erst nach 1653 angebracht wurden, fanden nur Berücksichtigung, wenn sicher oder zumindest wahrscheinlich gemacht werden konnte, dass sie eine Neuanfertigung einer alten Inschrift sind.

Die Gründe, aus denen eine Reihe in der Collectie van Spaen angeführter Inschriften nicht in den Katalog aufgenommen sind, wurden bereits im Rahmen der kopialen Überlieferung dargelegt.417) Es handelt sich um Inschriften des Totengedenkens für

– Dietrich von Syberg, Landdrost zu Ravenstein, († 2. März 1640) in der Kreuzherrenkirche,418) 
– die Geschwister Katharina und Adolph Raitz von Frentz (ohne Angabe der Sterbedaten) ebendort,419) 
– eine Wohledle von Metternich geborene auf der Brohl († 20. Januar 1621) ebendort,420) 
– ein Mitglied der Familie Wildenrath ebendort,421) 
– Anna von Winkelhausen († 1596) in St. Lambertus Kalkum,422) 
– Wilhelm von Winkelhausen, Kalkum und Morp († 11. Februar 1638), ebenfalls in St. Lambertus Kalkum oder in der Kreuzherrenkirche,423) 
[Druckseite 67]
– Rogier van Kieverberg gen. Meeuwen († 15. August 1644); der Standort ist unbekannt.424)

Außerdem erwähnt van Spaen drei Stifterinschriften auf Fenstern in der Kreuzherrenkirche aus dem Jahr 1635.425)

Zitationshinweis:

DI 89, Stadt Düsseldorf, Einleitung, 6. Nicht aufgenommene Inschriften (Ulrike Spengler-Reffgen), in: inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di089d008e001.

  1. Exemplarisch seien die Objekte aus Zinn angeführt. In der Publikation Zinn. Katalog des Düsseldorfer Kunstmuseums, bearb. von Wolfgang Schepers, Düsseldorf 1981, wurde kein hier zu berücksichtigendes Objekt gefunden. Auch die heute im Innenhof des Düsseldorfer Rathauses angebrachte sogenannte Dante-Tafel stammt aus dem ehemaligen Kunstgewerbemuseum. Vgl. zu dieser Tafel Funken, Ars Publica, Bd. 1, S. 46. Zum ehemaligen Kunstgewerbemuseum vgl. auch Benedikt Mauer, Düsseldorf um 1906. Das Museum Hetjens im musealen Kontext seiner Gründung, in: Keramik aus Leidenschaft, S. 12–31, 16f. »
  2. Zur Geschichte der Düsseldorfer Sammlung Günter Bauhoff, Die Ofenplattensammlung des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute. Die Geschichte und Zugänglichkeit der Sammlung, in: Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie 17 (1972), S. 176–182. Rund 400 Platten der Sammlung sind seit 1969 in der Eingangshalle des Düsseldorfer Rathauses öffentlich zugänglich. Zu den Platten vgl. auch Albrecht Kippenberger, Die Kunst der Ofenplatten, dargestellt an der Sammlung des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf, 2., neubearb. u. erw. Aufl., Düsseldorf 1973. »
  3. Die Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf. Ausgewählte Stücke aus den fünf Abteilungen, hg. von Museum Kunstpalast, Düsseldorf o. J., hier besonders Barbara Til, Skulpturensammlung, S. 14, und Bettina Baumgärtel, Die Geschichte der Gemäldegalerie, S. 82–87.  »
  4. Vgl. dazu den Band Keramik aus Leidenschaft. »
  5. Vgl. zur Geschichte der Galerie und ihrem Bestand Möhlig, Gemäldegalerie, sowie Kurfürst Johann Wilhelms Bilder, 2 Bde., hg. von Reinhold Baumstark, München 2009, und Bettina Baumgärtel, Die Gemäldegalerie Johann Wilhelms von der Pfalz und die Düsseldorfer „Himmelfahrt Mariae“ von Peter Paul Rubens, in: Barocke Herrschaft am Rhein um 1700. Kurfürst Johann Wilhelm II. und seine Zeit, hg. von Benedikt Mauer (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Düsseldorf 20), Düsseldorf 2009, S. 145–164 mit Angaben zur älteren Literatur.  »
  6. Vgl. dazu am ausführlichsten Levin, Beiträge, S. 97–160; Möhlig, Gemäldegalerie, S. 14–25. »
  7. Die Ketten sowie die angehängten Objekte sind in einem von Redlich edierten, 1803 aufgestellten Inventar der Suitbertuskirche (= Redlich, Inventar) einzeln beschrieben. Bis auf zwei Medaillen sind sie verloren. Bei den mit einer Jahreszahl versehenen Stücken wird diese im Inventar angegeben, In- und Umschriften werden erwähnt, aber nicht alle im Wortlaut wiedergegeben.Das älteste datierte Stück war eine Medaille aus dem Jahr 1549 mit Darstellungen der Anbetung durch die Hirten auf der einen und durch die Hl. Drei Könige auf der anderen Seite. Auch in diesem Fall wird der Wortlaut der erwähnten „biblischen Umschriften“ nicht angegeben. Erhalten ist eine Gedenkmünze zum Frieden von Münster von Oktober 1648. Vgl. dazu Der Westfälische Frieden. Die Friedensfreude auf Münzen und Medaillen. Vollständiger beschreibender Katalog, hg. von Hans Galen, bearb. von Gerd Dethlefs und Karl Ordelheide, Münster 1988, Nr. 123, S. 146f.  »
  8. Kat. Frommer Reichtum, S. 270, Nr. 45 (K[arl] B[ernd] H[eppe]). »
  9. Redlich, Schätze. Auch die weiteren Inventare zu Besitztümern und Ausstattung am Hof (z. B. in LAV NRW R, Jülich-Berg II, Nrn. 2026, 2052, 4114, 4355) bieten keine belastbaren Angaben.  »
  10. Inv.-Nr. 8204. »
  11. Vgl. zu dem Teller Kat. Land im Mittelpunkt, S. 403, Nr. F 18 (K[arl] B[ernd] H[eppe]), dort auch der Wortlaut der Inschrift; zu den Kupferstichen ebd., Nr. F 17 (K[arl] B[ernd] H[eppe]). »
  12. Vgl. Inventar-Karte im Stadtmuseum Düsseldorf; vgl. auch Else Rümmler, Jonges-Teller für Stadtmuseum, in: Das Tor 32 (1966), S. 183–188 u. 193–196, hier S. 183. »
  13. Vgl. zu diesem Grabdenkmal u. a. Peters, Ausstattung, S. 116; Nußbaum, St. Lambertus, S. 14–16; Hilger, Grabdenkmäler, S. 204f.; Kampmann, Kunstdenkmälerverzeichnis St. Lambertus, S. 21. Zur späteren Entstehung der Inschrift Strauven, Mausoleen, S. 3; Nußbaum, St. Lambertus, S. 16; Richartz, Stifts- und Pfarrkirche, S. 165.  »
  14. Die Glocke wurde bei der Anschaffung des neuen Geläutes für St. Lambertus 1987 aus dem Turm entfernt. Vgl. dazu Richartz, Glocken, S. 155. Zu dem gesamten Geläut der Abtei Siegburg vgl. Jörg Poettgen, Der Siegburger Glockenguss von 1647. Die beiden Geläute der Lothringer Meister Claudi(us) Lamiral und Antonius Paris, in: Heimatblätter des Rhein-Sieg-Kreises. Jahrbuch des Geschichts- und Altertumsvereins für Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis e.V. 63 (1995), S. 85–118, besonders S. 88–94. Für die übrigen vier Glocken, die nicht erhalten sind, sind die Inschriften der beiden ebenfalls in St. Lambertus verwendeten, im Ersten Weltkrieg eingeschmolzenen Glocken von 1647 und 1662 überliefert. Vgl. dazu ebd., S. 89–92.  »
  15. Die Glocken befinden sich in den Kirchen St. Albertus Magnus, Düsseldorf-Golzheim (1487), St. Anna, Düsseldorf-Niederkassel (15. Jh.), St. Martin, Düsseldorf-Unterbilk (1500) und St. Sakrament, Düsseldorf-Heerdt (1651; dort eine weitere Leihglocke von 1803). Vgl. Glocken und Geläute, S. 285, 288, 332 u. 344f.  »
  16. Dazu z. B. Clemen, KDM Düsseldorf, S. 53 u. Zeichnung des Pultes S. 52; Die Kunstdenkmäler des Kreises Mühlheim am Rhein, in Verbindung mit Edmund Renard bearb. von Paul Clemen (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 5,2), Düsseldorf 1901, S. 49; Kat. Herbst des Mittelalters, S. 202, Nr. 521; Kat. Frommer Reichtum, S. 437, Nr. I (S[onja] Schü[rmann]); Sonja Schürmann, St. Maximilian in Düsseldorf (Rheinische Kunststätten 210), Neuss 1979, S. 11 mit Abb. S. 12. »
  17. Vgl. z. B. Bayer, Versuch, S. 121, Nr. 1 (dort auch zu der Bestimmung als Evangelistar, nicht Evangeliar oder Lektionar); Kat. Ornamenta ecclesiae, Bd. 1, Nr. C 21, S. 443–446 (A[nton] v[on] E[uw]). Zu den Nachweisen auch Marie-Rose Lapière, La lettre ornée dans les manuscrits mosans d’origine bénédictine (XIe–XIIe siècles) (Bibliothèque de la Faculté de Philosophie et Lettres de l’Université de Liège 229), Paris 1981, S. 234–236 u. 396, Nr. 95. »
  18. LAV NRW R, Hss. G XI 1. »
  19. Frauke Steenbock, Der kirchliche Prachteinband im frühen Mittelalter. Von den Anfängen bis zum Beginn der Gotik (Jahresgabe des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft 1965), Berlin 1965, Nr. 101, S. 200f.  »
  20. Kat. Rhein und Maas, Bd. 1, S. 294, Nr. J 22 (J[acques] St[iennon]); vgl. zu dem Vorderdeckel ebd., S. 256, Nr. G 18 (D[ietrich] K[ötzsche]). »
  21. So findet sich weder in der Beständeübersicht Oediger, Hauptstaatsarchiv, Bd. 5, S. 279–281, noch im Handschriftencensus Rheinland, hg. von Günter Gattermann (Schriftenreihe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf 18), Bd. 1, Wiesbaden 1993, S. 257f., Nr. 381, ein Hinweis auf Gerresheim als Vorbesitzer. Ein herzlicher Dank gilt Herrn Dr. Olaf Richter, früher LAV NRW R, heute Stadtarchiv Krefeld, für die Unterstützung bei der Recherche zur Provenienz des Lektionars. »
  22. Wiener, Düsseldorf. St. Andreas, S. 24 mit Abb. S. 25. »
  23. Dazu Levin, Beiträge, S. 149 u. 153. Zu Spilberg H. Sommer, Art. Spilberg (Spielberg, Spielberger, Spilberger), Johann, d. Jüng., in: Thieme/Becker 31, S. 378; das Gemälde ist hier ohne Datierung aufgeführt. »
  24. Vgl. zu der Neuweihe Schleidgen, Düsseldorf – Kreuzherren, S. 56. »
  25. Scheiermann, Düsseldorf-Wittlaer, S. 6f.; Kraemer-Noble, St. Remigius, S. 14; Dehio, Handbuch, S. 335; ausführlicher Escher, Altar, S. 56f. mit Abb. S. 55; dort zeitlich eingegrenzter „Mitte 15. Jh.“. »
  26. Sie lautet – nach Mt 11,30 – Iugum meum suave est et onus meum leve.  »
  27. Vgl. dazu die Abb. bei Kähmer, Raumausstattung, S. 312 Abb. 14; Krahe/Theissen, St. Lambertus, Abb. S. 2, und Peters, Ausstattung, S. 138 Abb. 99. »
  28. So Peters, Ausstattung, S. 139. »
  29. Zu den Maßnahmen ausführlich Kähmer, Raumausstattung. Ebd., S. 312 Abb. 14, sowie Krahe/Theissen, St. Lambertus, Abb. S. 2, ist aus der Zeit vor 1925 eine weitere Inschrift zu sehen, die oberhalb der Figur auf den Pfeiler gemalt war und ebenfalls aus der Zeit des Historismus stammte.  »
  30. 1876 soll bei Restaurierungsarbeiten in der Fahne ein anschließend zu Staub zerfallener Zettel aufgefunden worden sein, der die Stiftung durch Jakobe belegte. Dazu Kat. Land im Mittelpunkt, S. 446, Nr. G 9 (K[arl] B[ernd] H[eppe]). »
  31. Ebd. »
  32. Otto Korn, Die alten Fahnen der Düsseldorfer St. Sebastianus-Schützen. 2. Die Jakobe-Fahne, in: Jan Wellem, Jg. 1954, Heft 10, S. 5–8. »
  33. Zur Kartause Maria Hain vgl. Matthias Wego, Maria Hain. Die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Kartause in Düsseldorf, Kevelaer 1991. »
  34. Die Inschrift bei Clemen, KDM Düsseldorf, S. 109. »
  35. Vgl. zu dem Kreuz Küffner/Spohr, Denkmäler, S. 152, Nr. 7.3; Funken, Ars Publica, Bd. 3, S. 1405. Dem entsprechen auch die Angaben, die die Tochter des früheren Besitzers am 22. Juni 2012 zur Herkunft des Kreuzes gemacht hat. Für diese Auskünfte danke ich herzlich Frau Ina-Maria Strathmann, Düsseldorf-Gerresheim. »
  36. Kat. Ausstellung 1888, S. 96, Nr. 1126. »
  37. Vgl. zu diesem Kreuz Funken, Ars Publica, Bd. 3, S. 1188, das Zitat ebd. Nach allerdings erst 1953 veröffentlichten Angaben (vgl. dazu August Kugelmeier, Kleine Pfarrchronik von Düsseldorf-Lohausen, Düsseldorf 1953, S. 25) soll es entweder auf dem Kalkumer Friedhof ausgegraben worden sein oder aber an der Straße gestanden haben. Ob es überhaupt aus Kalkum stammt und wann es gegebenenfalls dorthin gelangt ist, ist somit nicht geklärt.  »
  38. Als Beispiele seien hier die im Kat. Schatzkammer München, Nrn. 40, 346, 347 u. 410 verzeichneten Exponate genannt. »
  39. Als Beispiele seien hier die ebd., Nrn. 45, 346, 347 u. 593 verzeichneten Exponate genannt. Diese Objekte werden auch nicht im Inventar der Düsseldorfer Schatzkammer von 1666 aufgeführt.  »
  40. Kessel, Seliger Gerrich, S. 141 Anm. 3. S. dazu auch Kap. 2.3.  »
  41. Heppe, Schützengeschichte, o. S. »
  42. Kat. Ausstellung 1888, S. 92, Nr. 1075. »
  43. Ebd., S. 96, Nr. 1123. Vielleicht wurde 1888 aber auch die Jahreszahl falsch gelesen und der Mörser ist identisch mit dem heute im Stadtmuseum Düsseldorf aufbewahrten Mörser mit der Inschrift CATHARINA V(AN) DUSSELDURP 1654 = ZV 5258. »
  44. Die Platten werden ohne Angabe eines Datums erwähnt bei v. Mering, Geschichte, Heft 3, S. 71f. Anm. ****. »
  45. Darüber berichtet ein Artikel im Düsseldorfer Volksblatt, Jg. 1873, Nr. 202 vom 29. August 1873, der auch in LAV NRW R, Slg. Guntrum, Abt. II, Nr. 89 verzeichnet ist. Erwähnt werden „mehrere kleinere und das Bruchstück einer größeren Inschrift“ und „eine … Rose mit bezüglicher Schrift“, die aber bei Erscheinen des Artikels bereits nicht mehr sichtbar waren. »
  46. Höroldt, Inventar St. Lambertus, Nr. 124. »
  47. Vgl. zu diesen Platten und/oder Steinen Lohausen, Alt-Düsseldorf, S. 28. »
  48. S. dazu ausführlich Kap. 2.1.5. »
  49. Vgl. dazu Stevens, Gruftgewölbe. »
  50. Vgl. dazu Strauven, Wandmalereien, S. 4; Clemen, Gotische Monumentalmalereien, S. 324 Anm.1, und den Kommentar zu Nr. 49. »
  51. S. dazu ausführlicher Kap. 4.4. »
  52. S. Kap. 3»
  53. Den Haag, Hoge Raad van Adel, Coll. Spaen, Nr. 74 B, fol. 229r; vgl. Niederau, Bemerkenswertes, S. 239–241. »
  54. Den Haag, Hoge Raad van Adel, Coll. Spaen, Nr. 74 B, fol. 229r; vgl. Niederau, Bemerkenswertes, S. 242f. Sie verstarben in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts. »
  55. Den Haag, Hoge Raad van Adel, Coll. Spaen, Nr. 74 B, fol. 229v; vgl. Niederau, Bemerkenswertes, S. 231f. Sie trug vermutlich den Namen Amelia.  »
  56. Den Haag, Hoge Raad van Adel, Coll. Spaen, Nr. 74 B, fol. 230r; vgl. Niederau, Bemerkenswertes, S. 242f.; vielleicht der vor 1564 verstorbene Wolter von Wildenrath. »
  57. Den Haag, Hoge Raad van Adel, Coll. Spaen, Nr. 74 C, fol. 22v. Die Inschrift befand sich auf dem Sarg. Der Ahnenprobe zufolge handelt es sich bei der Verstorbenen um ein früh verstorbenes Kind aus der Ehe zwischen Johann von Winkelhausen, Herr von Winkelhausen und Kalkum, und Anna von Kettler. Vgl. zu dieser Familie, insbesondere zu ihrem Bruder Ludger Nr. 133. »
  58. Den Haag, Hoge Raad van Adel, Coll. Spaen, Nr. 74 C, fol. 23v. Wilhelm war wohl ein Bruder der 1596 verstorbenen Anna. Vgl. zu ihm Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 16, S. 582, u. zu der Familie, insbesondere zu seinem Bruder Ludger Nr. 133. Als Standort wird lediglich Düsseldorf angegeben. Zu der Möglichkeit seiner Beisetzung in der Kreuzherrenkirche vgl. Becker, Gräber, S. 79.  »
  59. Den Haag, Hoge Raad van Adel, Coll. Spaen, Nr. 74 C, fol. 23v. »
  60. Den Haag, Hoge Raad van Adel, Coll. Spaen, Nr. 74 B, fol. 230r; vgl. Niederau, Bemerkenswertes, S. 229f. Genannt werden als Stifter Wilhelm von Metternich zu Schweppenburg, Brohl und Rath und Josina Burggräfin zu Dohna und „Tauf“, Rutger von Landsberg und Wilhelmina von Bottlenberg gen. Kessel sowie Margarete von Plettenberg, verwitwete von Neuhof gen. Ley. »