Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 456a† Wallhausen, Kath. Pfarrkirche St. Lorenz 1607

Beschreibung

Grabinschrift für Johann VIII. Kämmerer von Worms gen. von Dalberg. Sie dürfte sich einst im Boden vor dem 1596 (für sich und seine erste Ehefrau?) errichteten Epitaph1) „extra ecclesiam in coemiterio“ befunden haben; seit unbekannter Zeit verloren.

Nach Helwich.

  1. Anno 1607 den 29. Julÿ starb der edel vnd veste Johan Kemmerer von Wormbs genand von Dalberg Meintzischer Rhat vnd Ambtman zu Lonstein seines alters .... dem gott genedig vnd barmhertzig sein woll, amen.

Kommentar

Da Helwich diese Inschrift ausdrücklich als „inscriptio tumuli“ bezeichnet, liegt die Annahme nahe, daß es sich bei dem Inschriftenträger um die Grabplatte des Verstorbenen gehandelt hat.

Der um 1540 geborene Johann VIII. war einer der sieben Söhne aus der Ehe Friedrichs III. Kämmerer von Worms gen. von Dalberg2) mit Anna von Fleckenstein. In erster Ehe3) war er mit der 1596 verstorbenen Katharina Waldbott von Bassenheim verheiratet, in zweiter mit Dorothea Riedesel von Bellersheim, der Witwe Meinhards von Schönberg auf Wesel. Dies mag wohl der Grund dafür gewesen sein, warum er nach seinem Tod keine eigene Inschrift an dem wohl eigentlich für sich und seine erste Ehefrau errichteten Epitaph erhielt. Johann VIII. amtierte als kurmainzischer Rat und Amtmann zu Lahnstein (Rhein-Lahn-Kreis).

Anmerkungen

  1. Vgl. Nr. 401 von 1596.
  2. Vgl. seine verlorene Grabinschrift Nr. 337 von 1574.
  3. Vgl. die Stammtafel bei Battenberg, Dalberger Urkunden, Anhang Taf. VIII.

Nachweise

  1. Helwich, Syntagma 439.
  2. Ockart, Darstellung fol. 148.
  3. Roth, Syntagma 3 (1884) 74.
  4. Kdm. 419.

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 456a† (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di034mz03k00456a9.