Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 432† Argenschwang, ehem. Martinskapelle 1601

Beschreibung

Namensinschrift der Juliana Elisabetha von Leyen. Noch um 1765 in der ehemaligen, heute abgegangenen Kapelle zusammen mit einer zweiten Namensinschrift als „in antiquo lapidi inscripta“ überliefert. Ausführung unbekannt.

Nach Würdtw. Epitaphienbuch.

  1. Juliana Elisabetha v(on) Leien 22. nov(embris) 1601.

Kommentar

Die bisher namentlich nicht bekannte Martinskapelle1) war aller Wahrscheinlichkeit nach mit der unterhalb der Burg Argenschwang liegenden Kapelle des damaligen Ortes Hausen (heute Argenschwang) identisch, für die 1322 und 1418 Messen gestiftet wurden. Da diese Kapelle anscheinend kein Begräbnisrecht2) besaß, dürfte es sich bei der vorliegenden Namensinschrift weniger um eine Grabinschrift, als vielmehr um eine Bau,- Stifter- oder um eine Memorialinschrift handeln – die Familie von Leyen besaß Argenschwang seit 1406 als Erblehen3). Eine sinnvolle Verbindung der sonst nicht nachgewiesenen Juliana Elisabetha zum Namen der zweiten Inschrift4) konnte bislang noch nicht hergestellt werden.

Anmerkungen

  1. Vgl. dazu Seibrich, Entwicklung 119f.
  2. Vgl. Nr. 306 von 1551.
  3. Vgl. dazu Rhein. Antiquarius II 16, 120ff und Nr. 569 von 1665.
  4. Vgl. Nr. 559 von 1657.

Nachweise

  1. Würdtweinsches Epitaphienbuch 267.

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 432† (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di034mz03k0043201.