Inschriftenkatalog: Greifswald

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 77: Greifswald (2009)

Nr. 312 St. Marien 1614, 1669

Beschreibung

Grabplatte für Jakob Balke (A) und Jeremias Papke (B). Kalkstein. Hochrechteckige Platte im ersten Joch des nördlichen Seitenschiffs.1) Am linken Rand Spuren einer nicht mehr lesbaren, ehemals umlaufenden Inschrift. Auf der oberen Plattenhälfte sind untereinander die Inschriften A für Jakob Balke und B für Jeremias Papke angebracht, dazwischen eine zu A gehörende Hausmarke (H86) sowie die Nummerierungen C und D. Alle Inschriften sind eingehauen, C steht auf dem Kopf.

Maße: H. 199 cm, Br. 91 cm. Bu. 4,5 cm (A), 4 cm (B).

Schriftart(en): Kapitalis mit Versalien.

Jürgen Herold [1/1]

  1. A

    IACOB BALKEN VNDE / SEINEN ERVEN A(NN)O 1614

  2. B

    IEREMIAS PAPKE VND / SEINEN ERBEN / ANNO 1669

  3. C

    57

  4. D

    K / 46

Kommentar

Durch den Verlust der ältesten Inschrift ist nicht mehr feststellbar, wessen Grab die Platte ursprünglich bedeckte. 1614 wurde sie von Jakob Balke, der ein Haus in der Knopfstraße besaß, erworben.2) 1669 kam sie an den Brauer Jeremias Papke, der sich im Jahr darauf mit Regina Engelbrecht, Tochter des Greifswalder Kaufmanns Joachim Engelbrecht (1585–1631), vermählte.3) Eine ältere (C) und eine jüngere Nummerierung (D, 18. Jahrhundert) verweisen darauf, dass die Platte zwischenzeitlich sowie später im Besitz der Marienkirche war.

Anmerkungen

  1. Siehe Grundriss St. Marien, Nr. 77. Zur früheren Lage siehe Pyl, Greifswalder Kirchen, nach S. 248, Grundriss St. Marien, Nr. 173.
  2. StA Greifswald, Grundstückschronik, Knopfstr. 13 (1602, 1616, 1632). – Zur Familie Balke siehe Kat.-Nr. 176.
  3. Schubert, Trauregister 9, S. 26 (Nr. 37).

Nachweise

  1. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 473 (B), 600 (A).

Zitierhinweis:
DI 77, Greifswald, Nr. 312 (Jürgen Herold, Christine Magin), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di077g014k0031205.