Inschriftenkatalog: Stadt Zeitz

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 52: Stadt Zeitz (2001)

Nr. 272† Klosterkirche 1626

Beschreibung

Grabinschrift des Johann Christoph Loner im Fußboden links neben dem Altar.1) Das Grabmal wurde wahrscheinlich zwischen 1870 und 1874 entfernt.2)

Inschrift nach Zader/O.

  1. HIC JHAN CHRISTOPHORVS placide req(ui)esco LONERVSvita mihi brevis ut conjugiumq(ue) fuitSed q(ui) felicem vult vitam vivere vitamSpernat Nam miser (est) cui sua vita placetNon auffert mortem differt longissima vitaQvid differt igitur cras hodieve mori
    A(nno) 1626 13 April(is)

Übersetzung:

Hier ruhe ich, Johann Christoph Loner, sanft. Mein Leben wie auch meine Ehe dauerte nur kurze Zeit. Indessen, wer ein glückliches Leben leben will, soll das Leben verachten. Denn unglücklich ist der, dem sein Leben gefällt. Auch das langste Leben hebt den Tod nicht auf, sondern schiebt ihn nur hinaus. Was also macht es aus, ob man morgen oder heute stirbt?

Im Jahr 1626, am 13. April.

Versmaß: Drei elegische Distichen.

Kommentar

Johann Christoph Loner (Löner) war wahrscheinlich verwandt mit Johann Philipp Loner (gestorben 1605, Nr. 227). Loner studierte 1609 in Leipzig und 1614 in Jena.3)

Anmerkungen

  1. Zader/StArNb, S. 546 und 547: neben der Grabinschrift der Martha Weigel (Nr. 236).
  2. Vgl. Kdm., S. 54.
  3. Erler, Jüngere Matrikel, Bd. 1, S. 271, und Matrikel Universität Jena, Bd. 1, S. 189.

Nachweise

  1. Zader/O II, S. 90.
  2. Zader/StArNb, S. 547.
  3. Zader/Grubner III, S. 62.
  4. Liebner, Bd. 7, S. 595.

Zitierhinweis:
DI 52, Stadt Zeitz, Nr. 272† (Martina Voigt), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di052b007k0027202.