Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 420† Dom, Kreuzgang 1532

Beschreibung

Epitaph des Domscholasters Wilhelm von Stockheim. An der Wand im Kreuzgangostflügel;1) rechteckige Messingtafel mit zwei Distichen (A) und Jahreszahl (B). Vier Wappen.

Nach Hertzog.

  1. A

    Haec Guilhelmus habens à Stockheim insignia largus,Justus, mansuetus dormit in hocce loco.Illius ut duxit vitalea) scholasticus aevumTempli et canonicus, coelicab) regna colat.

  2. B

    Obiit anno 1532c) 15.d) Januarii.

Übersetzung:

Wilhelm von Stockheim, der diese Wappen besitzt, der freigebige, gerechte und milde (Mann) schläft an diesem Platze; wie er als Scholaster und Kanoniker jenes Gotteshauses die lange Lebenszeit führte, so möge er in himmlischen Reichen wohnen.

Wappen:
Stockheim,2) Waldeck von Iben; Weiß von Feuerbach, Buseck.

Kommentar

Wilhelm von Stockheim, Sohn Eberhards aus der Gottfriedischen Linie und der Dorothea Weiß von Feuerbach,3) hatte 1511 das Amt des Scholasters übernommen und 1516 einen der letzten bekannten Schlußsteine des Kreuzganges gestiftet.4)

Textkritischer Apparat

  1. Nach Helwich; dagegen en duxit vitae Hertzog.
  2. Wortstellung nach Helwich.
  3. 1538 Hertzog, verbessert nach Helwich u. Schannat.
  4. die V. Schannat.

Anmerkungen

  1. Schmitt; nach Hertzog nicht weit vom Epitaph entfernt, vgl. vorangehende Nr.; nach Helwich: „Epitaphium ad murum aeneum“.
  2. Die Ahnenprobe nach Helwich, der hier „Helbringen“ anfügt, wohl zur Kennzeichnung der Linie zu Heldenbergen, wie bei Anm. 3.
  3. Möller, Stammtafeln AF II Taf. LXXX.
  4. Schannat u. Nr. 394.

Nachweise

  1. Hertzog, Beschreibung I 2 fol. 236 Nr. XX.
  2. Helwich, Syntagma 10.
  3. Schannat, Hist. ep. Worm. I 90.
  4. Schmitt, Bildwerke 303 Nr. 23.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 420† (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0042006.