Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 103† Bergkloster, St. Andreas 1320

Beschreibung

Grabinschrift des Augustinerpropstes Heinrich von Siegen. Schon im 18. Jahrhundert nicht mehr gut lesbar.1)

Nach Schannat.

  1. Anno Domini MCCCXX. in festo Georgii ob(iit) frater Heinricus de Sugen praepositus ordinis nostri (et) noster specialis benefactor[...]a).

Übersetzung:

Im Jahre des Herrn 1320, am Georgstag, starb Bruder Heinrich von Siegen, Propst unseres Ordens und unser besonderer Wohltäter...

Datum: 23. April 1320.

Kommentar

Das besondere Lob am Ende der Grabinschrift ist verständlich, da Heinrich von Siegen die Kirche wiederhergestellt haben soll.2) Es ist daher nicht von der Hand zu weisen, daß die Inschrift zu einem Kenotaph gehörte, das von der hier selbst sprechenden Institution einem Gönner gestiftet worden war.

Textkritischer Apparat

  1. Schannats Abkürzungen entsprechen nicht der Realität.

Anmerkungen

  1. Schannat: „cuius inscriptionem aliqua sui parte vitiosam et mutilam sic legendum esse censemus.“
  2. Ebd.

Nachweise

  1. Schannat, Hist. ep. Worm. I 162.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 103† (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0010306.