Inschriftenkatalog: Stadt Passau bis zum Stadtbrand von 1662

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 67: Stadt Passau (2006)

Nr. 479 St. Johannis-Spital, Kirche 1540

Beschreibung

Fragment der Grabplatte für Wolfgang Haytzinger, an der Wand neben der Tür zur Sakristei (Westwand des Querhauses), dritte von Süden, in der Mitte. Rotmarmor. Im oberen Teil der Platte Inschrift, im unteren Drittel in der Mitte Relief mit Brezel, Brot und Doppelsemmel. Links und rechts darüber zwei Wappenschilde in Kreismedaillons. Untere Schmalseite behauen, Oberfläche beschädigt, teilweise mit Textverlust ausgebessert. Ursprünglicher Standort unbekannt.

Maße: H. 110 cm, B. 81 cm, Bu. 8 cm.

Schriftart(en): Gotico-Antiqua.

© BAdW München, Inschriftenkommission [1/1]

  1. Nach Ch[risti] geburd Im / 1540 iar an Mantag / vor sana) Khatherintag / ist gestorbeb) der erber / Wolfgang haytzinger / Pekhc) dem got genad

Datum: 1540 November 22.

Wappen:
unbekannt1), unbekannt2).

Kommentar

Die vorliegende Inschrift gehört dem Derrertyp an, der der Gotico-Antiqua zugeordnet wird3). Im vorliegenden Fall handelt es sich um die Variante mit dem einstöckig gebrochenen a. Leider ist durch die Beschädigung der Oberfläche der Inschrift nur schwer zu erkennen, ob Schaft-s und f auf der Zeile stehen oder unter die Zeile gehen. Grundsätzlich scheint ersteres der Fall zu sein. Bei san aber geht das s unter die Zeile.

Zu Wolfgang Haytzinger war nichts zu ermitteln.

Textkritischer Apparat

  1. Sic, kt fehlt.
  2. Sic, n fehlt.
  3. Für Bäcker.

Anmerkungen

  1. Zwei voneinander abgewandte, umgekehrte Angelhaken.
  2. Marke in Schild: Auf eine Spitze gestelltes, gleichseitiges Dreieck, darinnen ein Kreuz.
  3. Zur Schrift vgl. Einleitungskapitel S. LI.

Zitierhinweis:
DI 67, Stadt Passau, Nr. 479 (Christine Steininger), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di067m010k0047900.