Inschriftenkatalog: Die Inschriften des Landkreises Weilheim-Schongau
Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.
DI 84: Lkr. Weilheim-Schongau (2012)
Nr. 112 Steingaden, Stiftskirche Johannes d. Täufer 1527
Beschreibung
Glocke, sog. „Mittagglocke“. Auf dem Südturm, westliche Glocke. An der Schulter Umschrift zwischen zwei Stegen, am Schlag ein weiterer Steg.
Maße: H. 90 cm, D. 110 cm, Bu. 2,6 cm.
Schriftart(en): Frühhumanistische Kapitalis.
+ AVE ∙ MARIA ∙ GRACIA ∙ PLENA ∙ DOMINVS ∙ TECVM ∙ BENEDICTA ∙ 1527 ∙ SEBOLT GOSa)
Übersetzung:
Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit.
Bibel- und Schriftstellerzitat(e):
- Ave Maria Gebet.
Textkritischer Apparat
- Vor GOS Worttrenner abgebrochen; paragraphenförmige Worttrenner; D durchgehend spiegelverkehrt.
Anmerkungen
- Vgl. Deutscher Glockenatlas Bayerisch-Schwaben 26, bes. Anm. 61.
Nachweise
- PfA Steingaden F: II, 3, p. 12; PfA Steingaden F: II, 5.
Zitierhinweis:
DI 84, Lkr. Weilheim-Schongau, Nr. 112 (Manfred Merk), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di084m015k0011209.
Kommentar
Bei dem Glockengießer Sebolt dürfte es sich um einen der beiden Augsburger Glockengießer, Sebolt Schönmacher d. Ä. und Sebolt Schönmacher d. J., Vater und Sohn, handeln1). Da beide um 1527 tätig waren, kann die Glocke nicht genauer zugeordnet werden.