Inschriftenkatalog: Die Inschriften des Landkreises Weilheim-Schongau
Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.
DI 84: Lkr. Weilheim-Schongau (2012)
Nr. 55 Weilheim, Töllern, Filialkirche St. Johann (1490)
Beschreibung
Inschriftenreste über dem Scheitel des Chorbogens, auf einer gemalten Schriftrolle. Der rechte Teil der Inschrift ist stark zerstört. Über der Inschrift Rest eines nicht identifizierbaren Zeichens, möglicherweise einer Marke.
Schriftart(en): Gotische Minuskel.
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Textkritischer Apparat
- Vielleicht für Wilhalm; paragraphenförmiger Worttrenner.
- öll Mauthe, Kirchen Weilheim.
Anmerkungen
- Vgl. zur Baugeschichte und zur Ausstattung DiB I,23 (Weilheim-Schongau) 590f.; Renner, Töllernkirchlein 29.
Nachweise
- Mauthe, Kirchen Weilheim 38; Renner, Töllernkirchlein 29; DiB I,23 (Weilheim-Schongau) 591 (Abb.).
Zitierhinweis:
DI 84, Lkr. Weilheim-Schongau, Nr. 55 (Manfred Merk), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di084m015k0005509.
Kommentar
Die Gotische Minuskel weist den Schriftzug noch ins 15. Jahrhundert. Möglicherweise entstand er im Zuge des Anbaues des Chores, der angeblich 1490 erfolgte. Aus demselben Jahre stammen die Ausmalungen im Chor. Die Malereien im Langhaus – darunter wohl auch die dem Chorbogen entlang laufenden Rankenornamente, sollen um 1620 von Elias Greither d. Ä. angefertigt worden sein1). Dabei wurde wohl der ältere Schriftzug in die jüngere Malerei integriert.