Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 58: Stadt Hildesheim (2003)

Nr. 338† Dom 1542

Beschreibung

Grabdenkmal, wahrscheinlich Grabplatte für den Cellerar Busso Spiegel (Speigel). Wahrscheinlich Sandstein. Sein Grab befand sich unter einem Kruzifix im östlichen Kreuzgang.1) Auf der Platte waren außer der Inschrift ein oder mehrere Wappen aus Metall angebracht.2)

Inschrift nach DBHi, HS 271.

  1. Anno 1542 ultima mensis Maij3) obijt Venerabilis Vir D(omi)nus Busso Speigel Cellerarius et Ecclesiarum Halberstadien(sis) et Hildesimen(sis) Canon(icus) Diaconus et Jubilarius C(uius) a(nima) r(equiescat) i(n) p(ace)a)

Übersetzung:

Im Jahr 1542 am letzten [Tag] des Monats Mai starb der ehrwürdige Mann Herr Busso Spiegel, Cellerar, Kanoniker sowohl der Halberstädter als auch der Hildesheimer Kirche, Diakon und Jubilar[kanoniker]. Seine Seele ruhe in Frieden.

Kommentar

Busso Spiegel ist 1479 mit dem Zusatz de Halberstadt in der Leipziger Matrikel verzeichnet.4) Seit 1492 ist er als Mitglied des Domkapitels, seit 1521 als Domcellerar und seit 1533 als Jubilarkanoniker nachzuweisen.5)

Textkritischer Apparat

  1. C(uius) ... p(ace)] Fehlt HS 269.

Anmerkungen

  1. Vgl. Bertram, Bischöfe, S. 134; ebd., Grundriß, Nr. 112.
  2. Vgl. DBHi, HS 269, S. 204.
  3. 31. Mai.
  4. Matrikel Leipzig, Bd. 1, S. 316.
  5. Bertram, Bistum 1, S. 463; UB Stadt 8, Nr. 621 (1521, Domcellerar); Lamay, Domkapitel, S. 91 weist ihn schon im Jahr 1489 als Domherrn nach. In einer Urkunde von 1489 (UB Stadt 8, Nr. 85) ist er allerdings nicht als Kanoniker bezeichnet. Sein Testament ist in der Akte Hannover, HSTA, Hild. Br. 2, Nr. 11 überliefert.

Nachweise

  1. DBHi, HS 271, fol. 5v.
  2. DBHi, HS 269, S. 204.
  3. Bertram, Bischöfe, S. 134.
  4. Oeynhausen, S. 324, Nr. 78.
  5. Slg. Rieckenberg, S. 763.

Zitierhinweis:
DI 58, Stadt Hildesheim, Nr. 338† (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di058g010k0033806.