Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 806 St. Ägidien 1627

Beschreibung

Grabplatte des Wolf Friedrich. Sandstein. Der hochrechteckige Stein, der früher im Chor der Kirche lag,1) ist heute außen an der Ägidienkirche im Vorhof zum Landesmuseum angebracht. Oben auf dem Stein verläuft zeilenweise die eingehauene Inschrift A, darunter zwei Medaillons mit Vollwappen darin, im unteren Teil der Platte die ebenfalls zeilenweise eingehauene Inschrift B.

Maße: H.: 218 cm; B.: 109,5 cm; Bu.: 5,7–6 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Sabine Wehking [1/3]

  1. A

    IOHAN : AM 1 CAP · / DAS BLVT IESSV CHRISTI DES / SONS GOTTES MACHE VNS REIN / VON ALLEN SVNDEN · 2)

  2. B

    ANNO 1627 · DEN 27 NOVEMB(RIS) / MO[RGE]NS ZWISCHEN 2 VND 3 · / IST DER WOLGEBO(RENE) HER H(ERR) WOLF / FRIDERICH DES H(EILIGEN) RO(EMISCHEN) R(EICHS) ERBMAR=/SCHALKH VON PAPPENHEIM VF / SCHNODSENBACH RO(EMISCH) K(AISERLICHER) MAI(ESTAET) VND CH(VR)F(VRSTLICHER) / DVRCHL(AVCHT) IN BAIER(N) VNTER DEM LÖB(LICHEN) / PAPPENH(EIMISCHEN) REGIMENT BESTELTER CAPI/TAIN SEINES ALTERS 28 IAHR IN GOT / SEEL(IG) ENTSCHFAFENa) .

Wappen:
Pappenheim3)Montfort4)

Kommentar

Offenbar setzte man Wolf Friedrich nicht die Wappen seiner Familie, sondern die seines Regiments auf die Grabplatte.

Textkritischer Apparat

  1. Sic! Steinmetzfehler.

Anmerkungen

  1. Sammlung Sack, Nr. 127, p. 143.
  2. 1. Jh. 1,7.
  3. Wappen Pappenheim (viergeteilt: 1. u. 4. fünf Eisenhüte, 2. u. 3. geteilt, davor gekreuzte Schwerter). Vgl. Siebmacher/Hefner, Wappenbuch, Bd. 2, Abt. 1, S. 17 u. Tafel 11.
  4. Wappen Montfort (Kirchenfahne). Vgl. ebd., Bd. 6, Abt. 2, S. 20f. u. Tafel 19.

Nachweise

  1. Sammlung Sack, Nr. 127, p. 43 (B) u. p. 143.

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 806 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0080607.