Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 776† St. Martini 1622

Beschreibung

Grabplatte des Superintendenten Johannes Wagner. Es handelte es sich um einen Stein, in den eine mit der Inschrift versehene Messingtafel eingelassen war.1) Unterhalb der Inschrift ein Wappenschild.

Inschrift nach der Sammlung Sack.

  1. En sub hoc lapide reconditi cineres Rever(endissimi) et Clariss(imi) Viri D(omi)n(i) M(agistri) Johannis Wagneri qui cum in hac urbe Pastorem Catharinianum XIII . et Superintendentem XVI . et in universum hic et alibi Christi ministrum XL . annis summa fidelitate et constanti zelo egisset bonamque militiam militasset die XI . Decemb(ris) Anno Epochae Christi MDCXXII . in Verbi Dei invocatione viam omnis carnis ivit diem restitutionis omnium hic exspectans aetatis suae LXIII .

Übersetzung:

Siehe unter diesem Stein die beigesetzte Asche des hochehrwürdigen und hochberühmten Mannes, Herrn Magister Johannes Wagner, der, nachdem er in dieser Stadt 13 Jahre lang als Pastor an St. Katharinen und 16 Jahre lang als Superintendent und überhaupt hier und anderswo 40 Jahre lang als Diener Christi mit größter Treue und beständigem Eifer tätig gewesen war und einen guten Kampf gekämpft hatte, am Tag des 11. Dezember im Jahr der christlichen Zeitrechnung 1622 in Anrufung des Gottesworts den Weg allen Fleisches gegangen ist und hier den Tag der Wiederherstellung aller erwartet im Alter von 63 Jahren.

Kommentar

Zu Johannes Wagner vgl. Nr. 775.

Anmerkungen

  1. Angabe nach Schmidt, Martinskirche, S. 178.

Nachweise

  1. Rehtmeyer, Kirchen-Historie, Teil 4, S. 411.
  2. Sammlung Sack, Nr. 138, Bd. 1, Teil 1 (o. P.); Bd. 3, p. 254f.
  3. Schlichthaber, Kirchengeschichte, Teil 2, S. 119.
  4. Schmidt, Martinskirche, S. 178.

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 776† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0077600.