Inschriftenkatalog: Lüneburg (Stadt)

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 100: Stadt Lüneburg (2017)

Nr. 79† St. Lamberti 1440

Beschreibung

Grabplatte des Christian von Bergen. Nach Rikemann lag die Grabplatte in der nördlichen Kapelle vor dem Chor.

Inschrift nach Rikemann.

  1. Anno Domini 1440 in die beati Erasmi1) obÿt Dominus Christianus de Berghen cuius anima requiescat in pace Amen

Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1440 am Tag des heiligen Erasmus starb Herr Christian von Bergen. Seine Seele ruhe in Frieden. Amen.

Kommentar

Nach Büttner stammte die Familie aus Bergen an der Dumme (heute Landkreis Lüchow-Dannenberg). Christian von Bergen war ein Sohn des Ludeke von Bergen und der Walburgis Hardestorp.2) Er fungierte als Vikar an St. Johannis und an St. Lamberti.3) Christian von Bergen ist auch als Mitglied der Kalandsbruderschaft an St. Johannis verzeichnet.4) Sein Testament verfasste er am 24. September 1439 (vgl. dazu Nr. 80).5) Das bei Rikemann genannte Todesdatum kann nicht stimmen, weil die Testamentsvollstrecker des Christian von Bergen bereits am 6. Februar 1440 tätig waren.6) Wenn man davon ausgeht, dass Rikemann die Jahreszahl 1440 korrekt wiedergegeben hat, kann Christian von Bergen nur im Januar 1440 verstorben sein.

Anmerkungen

  1. 3. Juni. Dieser bei Rikemann und Büttner übereinstimmend wiedergegebene Heiligentag kann nicht stimmen, vgl. Kommentar.
  2. Büttner, Genealogiae, Anhang IV, Stammtafel Berghen.
  3. Reinhardt, Testamente, Nr. 187, S. 260–263. Vgl. a. Matthaei, Vikariestiftungen, S. 225.
  4. Bodemann, Brüderschaften, S. 99.
  5. Reinhardt, Testamente, Nr. 187, S. 260–263.
  6. StA Lüneburg, UA b: 1439 September 24 (darin auch Bestätigung der Vikarien vom 6. Februar 1440).

Nachweise

  1. Rikemann, Libellus, fol. 41r.
  2. Büttner, Genealogiae, Anhang IV, Stammtafel Berghen.

Zitierhinweis:
DI 100, Stadt Lüneburg, Nr. 79† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di100g019k0007906.