Inschriftenkatalog: Rheingau-Taunus Kreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 43: Rheingau-Taunus-Kreis (1997)

Nr. 298(†) Winkel vor 1499-1647

Beschreibung

Bau- und Jahreszahlen auf einzelnen Gebäuden im Ortsbereich, teilweise als Spolien verbaut, teilweise verloren.

1.† Wohnanwesen Hauptstraße 68, ehem. Zehnthof (Weingut Ohlig). Nach mündlicher Überlieferung befand sich auf einem verlorenen Fachwerkbalken die Jahreszahl. Gestaltung unbekannt.

Nach Mitteilung Besitzerfamilie.1)

Dr.Monsees_Forschungsstelle Die Deutschen Inschriften bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz [1/4]

  1. 149[.]

2.† Ehem. Hindenburgstr. 36. Wohnhaus, an nicht näher bezeichnetem Bauteil Jahreszahl.

Nach Dehio.

  1. 1526

3. Wohnanwesen Hauptstr. 36. Modernisiertes Haus; ehemals über der kleinen Tür am Seitenbau, heute im Gebäude innen über der gleichen Tür auf geschweiftem Holzbalken eingeritzte, rot gefaßte Jahreszahl auf kleinem Schild, Hausmarke, Blume und Anker.

Nach Mitteilung Besitzerfamilie.2)

  1. 15 80

 
Hausmarke:
? (über Wolfsangel Schaft mit Kopfschragensprosse)

4.† Ehem. Hindenburgstr. 55. Wohnhaus, an nicht näher bezeichnetem Bauteil Jahreszahl.

Nach Dehio.

  1. 1590

5. Hauptstr. 68, ehem. Zehnthof (Weingut Ohlig). Im straßenseitigen Dreiecksgiebel des Fachwerkobergeschosses im Fenstergewände Initialen mit Jahreszahl.

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. J · 15 91a) · B

Worttrenner sind kleine Dreiecke.

6. Anwesen Hauptstr. 57 (ehem. Greiffenclausches Bankhaus). Im Scheitel der Tür mit gekehltem Gewände eingehauene Jahreszahl mit zwei flankierenden Wappenschilden. Neue Farbfassung.

Maße: Z. 7 cm.

  1. 1599

 
Wappen:
Greiffenclau zu Vollrads; Reifenberg.

Die Wappen gehören dem Rheingauer Viztum Dieter von Greiffenclau zu Vollrads und seiner Frau Apollonia von Reifenberg (Nr. 569).

7. Wohnhaus Hauptstr. 140, Baudatum.

Nach Dehio.

  1. 1647

Textkritischer Apparat

  1. Zwischen 5 und 9 größerer Abstand.

Anmerkungen

  1. Lt. frdl. Auskunft der Besitzerfamilie Ohlig, Oestrich-Winkel.
  2. An dieser Stelle ist Frau Hannelore Märten, Oestrich-Winkel, für die frdl. gewährte Auskunft von 1994 und die bereitgestellten Fotos zu danken. Über der Kellertür links befindet sich zudem im Sturz auf rotem Sandsteingewände die schwarz ausgemalte Bauzahl AN(N)O · d(omini) 16 · 7 · 2.

Nachweise

  1. Dehio Hessen (1942) 371 (7), 372 (2, 4-6); Dehio Hessen (1982) 932f. (5-7).

Zitierhinweis:
DI 43, Rheingau-Taunus-Kreis, Nr. 298(†) (Yvonne Monsees), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di043mz05k0029806.