Inschriftenkatalog: Stadt Pforzheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 57: Stadt Pforzheim (2003)

Nr. 60† Ev. Schloßkirche (Stiftskirche St. Michael) nach 1460

Beschreibung

Grabplatte eines Gliedes der Familie Flad, vermutlich des Stiftsherrn Bernhard Flad. Ehemals im südlichen Nebenraum des Westbaues im Boden. Rechteckplatte aus Sandstein mit Umschrift, im Feld Wappen. Schon vor 1939 nur noch die Kopfzeile leserlich, nach 1945 verloren.

Inschrift nach KdmBadenIX/6.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

  1. [. .]no . d(omi)ni . m . / [– – –]

Wappen:
Flad.

Kommentar

Obwohl die Pforzheimer Familie Flad um 1351 eine Frühmeß-Stiftung für die spätere Stiftskirche aufzuweisen hat, ist diese Familie unter den Mitgliedern des Stifts kaum vertreten1. Nach Fouquet ist nur ein Stiftsherr namens Flad nachweisbar, nämlich der 1460 als einer der zwölf ersten Stiftsherren des neugegründeten Stifts genannte Bernhard Flad2. Da dieser vermutlich hier auch bestattet worden ist, wird die vorliegende Grabplatte versuchsweise mit Bernhard Flad verbunden. Da dessen Todesdatum unbekannt ist, kann eine zeitliche Einordnung der Grabplatte nur von dem genannten Datum seiner urkundlichen Erwähnung ausgehen.

Anmerkungen

  1. Am 1. April 1351 werden Sanne Fledin, Bürgerin zu Pforzheim, und ihre Söhne Heinz, Günther und Dietrich als Stifter einer Frühmesse „zu Sant Michels Münster“ genannt; die Stiftung bezog sich auf den Altar Petri und Pauli; vgl. Carl, Regesten Pforzheim 1998, 69 nr. 124.
  2. Vgl. Pflüger 1862, 149; Fouquet, St. Michael in Pforzheim 1983, 115, 151 nr. 11. – Weitere Glieder der Familie Flad sind durch Grabplatten in St. Michael nachweisbar; vgl. nrr. 30, 44.

Nachweise

  1. KdmBadenIX/6, 155 nr. 17.

Zitierhinweis:
DI 57, Stadt Pforzheim, Nr. 60† (Anneliese Seeliger-Zeiss), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di057h015k0006005.