Inschriftenkatalog: Mergentheim (Landkreis)

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 54: Landkreis Mergentheim (2002)

Nr. 157 Creglingen, ev. Herrgottskapelle 1546

Beschreibung

Grabplatte des Andreas Schneperger. Im Langhaus, hinter dem Marienaltar im Boden. Muschelkalkplatte mit breiter Rahmung durch doppelte Ritzlinie; oben im Feld als Messingauflage ein Schriftblatt über einem Wappenschild, gegossen und graviert; Schrift erhaben, Schriftgrund punktpunziert. Der Stein ist links vermutlich beschnitten, da hier die Ritzlinien der oberen und unteren Rahmenleiste bis an den Rand reichen; rechts oben mehrere geflickte Brüche.

Maße: L. 192,5, B. 84,5, H. (Metallauflage) 29, B. 32, Bu. 1,8 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel mit Versalien.

  1. Als mon Zalt 1546 Jar am Sun=/=tag Oculi Starb Der Ersam Endres / Schneperger Schulthes zu kregling / Dema) got genedig Sey Amen

Datum: 28. März.

Wappen:
Schneperger1.

Kommentar

Die Versalien sind einfach und schmucklos; die Unterlängen der g reichen in der letzten Zeile ungewöhnlich weit herab. Die Inschrift dürfte den Schrifteigentümlichkeiten zufolge das Produkt derselben Werkstatt sein, die im selben Jahr auch die Inschrift für Matthias Eirinck (nr. 156) angefertigt hat.

Textkritischer Apparat

  1. Danach großer Wortzwischenraum.

Anmerkungen

  1. Hausmarke: schräggekreuzt ein Schaft mit vorderer Kopfabstrebe und hinterer Fußabstrebe und ein Schaft mit schaftweise nach oben abgewinkelter hinterer Kopfabstrebe und vorderer Fußabstrebe.

Nachweise

  1. Schönhuth, Creglingen u. seine Umgebungen 59f.
  2. Ders., Burgen … Württembergs, 2. Aufl., II 121f.
  3. OAB Mergentheim 496.
  4. Baum, Herrgottskirche 3 (nur erwähnt).
  5. Nasse, Aus der Vergangenheit 60 (nur erwähnt).

Zitierhinweis:
DI 54, Landkreis Mergentheim, Nr. 157 (Harald Drös), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di054h014k0015708.