Inschriftenkatalog: Lüneburger Klöster

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 76: Lüneburger Klöster (2009)

Nr. 33 Gudow, ev.-luth. Kirche St. Marien 1. V. 15. Jh.

Beschreibung

Figur des Matthäus in dem ehemaligen Hochaltar der Lüner Kirche. Holz, geschnitzt und farbig gefaßt. Im Jahr 1524 wurde der Hochaltar auf den Nonnenchor versetzt und 1655 durch die Domina Katharina Margaretha von Estorff (vgl. Nr. 260) der Kirche in Gudow geschenkt.1) Dort wurden die Altarflügel oben auf den Schrein montiert, so daß heute in der oberen Reihe die Figuren von acht Aposteln stehen, Matthäus als zweiter von rechts mit einem aufgeschlagenen Buch, darin über zwei Seiten verteilt die mit einer roten Initiale beginnende Inschrift, die übrigen Buchstaben in Schwarz auf weißem Grund. In der unteren Reihe in der Mitte Maria und Christus thronend, links und rechts davon als Patrone des Klosters Lüne der Erzengel Michael (ohne Flügel) und der heilige Benedikt, außen je zwei weitere Apostel.

Maße: Bu.: 1–2 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel mit Versal.

Sabine Wehking [1/2]

  1. Liber / genera/cionis / ih(es)u / chr(ist)ia) filii / dauid: / filii // abraha(m) / abraha(m) / genuit / ysaac y/saac au(tem) / genuit / iacob 2)

Übersetzung:

Buch der Abstammung Jesu Christi, des Sohnes Davids, der Sohnes Abrahams. Abraham zeugte Isaak, Isaak aber zeugte Jakob.

Textkritischer Apparat

  1. xpi.

Anmerkungen

  1. Eine Inschrifttafel in Gudow dokumentiert diese Schenkung: Anno 1655 hat die wohlerwürdige hochedel geborene andächtige viel ehr und tugendreiche Jungfrau Catharina Margarita von Estorff Domina dero adelichen jungfräulichen Vorsamelung des Closters Lüne dieses Altar zur Ehre Gottes in diese Kirche vorehret.
  2. Mt. 1,1f.

Zitierhinweis:
DI 76, Lüneburger Klöster, Nr. 33 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di076g013k0003304.