Inschriftenkatalog: Landkreis Calw

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 30: Landkreis Calw (1992)

Nr. 45† Wildberg, Kloster Maria Reuthin 1386

Beschreibung

Totenschild (?) des Grafen Burkhard von Hohenberg. Über Standort und Ausführung keine Angaben, vermutlich im Chor der Kirche. Die Grabplatten heißen in der Quelle ‚monumenta‘ oder ‚tumuli‘, die Überschrift ‚in tabulis‘ läßt sich daher nur auf einen Totenschild beziehen.

Inschrift nach HStAStuttgart.

  1. A(nn)o D(omi)ni 1386 o(biit) der wolgebohrne herrBurckardt von Hohenberg

Kommentar

Es handelte sich vermutlich um einen runden Totenschild, wie sie für die Familie von Hohenberg mehrfach nachgewiesen sind (nrr. 17 †, 18 †, 75 †). Eine deutschsprachige Inschrift mit dem Epitheton wohlgeboren ist zu dieser Zeit zwar nicht häufig, aber für die Kurzfassung auf einem Totenschild nicht auffallend. – Eine Grabplatte bezeichnete gewöhnlich den Ort der Bestattung und gibt meist auch die ausführlicheren Daten an.

Der Verstorbene war ein Sohn des Grafen Otto (II.) von Hohenberg und der Kundigunde von Wertheim, verehelicht mit Verena von Habsberg-Laufenburg; er muß nach den bisher bekannten Nachrichten nach 1375 und vor 1388 verstorben sein1. Er war bis zum Verkauf der Herrschaft Hohenberg-Nagold an Württemberg (1363) mit seinem Bruder Otto Besitzer der Herrschaft Nagold.

Anmerkungen

  1. Decker-Hauff, Genealogia Reuthinensis S. 132.

Nachweise

  1. HStAStuttgart J 1 nr. 151 fol. 147v.

Zitierhinweis:
DI 30, Landkreis Calw, Nr. 45† (Renate Neumüllers-Klauser), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di030h010k0004505.