Inschriftenkatalog: Landkreis Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 88: Landkreis Hildesheim (2014)

Nr. 135 Wrisbergholzen, ev. Martinskirche 1530

Beschreibung

Gedenktafel für Ernst von Wrisberg. Stein. Der Inschrift Nr. 302 zufolge befand sich der Stein zunächst im Chor und wurde 1607 in der Gruft neben der Grabplatte für den Sohn des Verstorbenen (Nr. 188) in die Ostwand eingemauert. In der Mitte des Steins in zwei Zeilen die schwach eingehauene Inschrift, links daneben ein Wappen. Am linken Rand der Tafel ist der Rest eines Kielbogens zu erkennen, was auf die Wiederverwendung eines älteren Steins hindeutet.

Maße: H.: 51 cm; B.: 181 cm; Bu.: 8,2 cm.

Schriftart(en): Majuskeln.

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (Christine Wulf) [1/1]

  1. ERENST WRISBERCH OB[I]/IT ANNO 1530

Übersetzung:

Ernst Wrisberg starb im Jahr 1530.

Wappen:
Wrisberg*

Kommentar

Die Schrift ist unprofessionell ausgeführt, und die Buchstaben sind keinem Schrifttyp eindeutig zuzuordnen, einzelne Gestaltungselemente rücken sie in die Nähe der frühhumanistischen Kapitalis: I mit Ausbuchtung am Schaft, H mit Ausbuchtung am Querbalken, epsilonförmiges E mit keilförmigen Bogenenden und das oben und unten spitze schmale O.

Ernst von Wrisberg ist urkundlich das erste Mal 1483 bezeugt. Verheiratet war er mit Katharina von Zersen. Aus der Ehe gingen acht Söhne und eine Tochter hervor,1) u. a. Christoph mit Sitz in Brunkensen (Nr. 197) und Ernst d. J. mit Sitz in Wrisbergholzen (Nr. 188). Ernst starb am 3. April 1530.2)

Anmerkungen

  1. Biografische Daten nach Behrens, Herren von Steinberg, S. 116 (Stammtafel der Herren von Wrisberg).
  2. Todestag nach Wrisberg, Gedächtniß Christoffs von Wrißberg, S. 5: Sonntag Judica.

Zitierhinweis:
DI 88, Landkreis Hildesheim, Nr. 135 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di088g016k0013507.