Inschriftenkatalog: Stadt Zeitz

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 52: Stadt Zeitz (2001)

Nr. 105† Groebensches Haus nach 1554

Beschreibung

Inschrift (A) befand sich an der rechten und der linken Seite des Portals. Inschrift (B) war auf einem Quaderstein in der Front des Hauses zu lesen. Eine Wetterfahne trug die von je einem Wappen flankierte Inschrift (C).

  1. A

    Augustin Müller // Barbara Müllerin

  2. B

    1554 AM

  3. C

    V(erbum) d(omini) M(anet) I(n) E(ternum)1)

Übersetzung:

Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit. (C)

Wappen:
Kursachsen2)Stift Zeitz3)

Kommentar

Das Wohnhaus wird das „Groebensche Haus“ genannt.4) Augustin Müller (1541–1610) war Amtsschößer, seine Grabinschrift s. Nr. 239. Seine Ehefrau Barbara (1594–1626) war eine geborene Bauerfincke, ihre Grabinschrift s. Nr. 275. Die Initialen AM können sich nicht auf diesen Augustin Müller beziehen, der 1554 erst 13 Jahre alt war, sondern bezeichnen wahrscheinlich ein anderes, vielleicht gleichnamiges Mitglied dieser Familie.

Anmerkungen

  1. Nach I. Pt. 1,25.
  2. Wappen Kursachsen (das Wappen wird nicht beschrieben). Vgl. u.a. Siebmacher Bd. 1, 1. Abt., 3. Teil, S. 17f.
  3. Wappen Stift Zeitz (das Wappen wird nicht beschrieben. Das Stiftswappen trägt üblicherweise Schlüssel und Schwert gekreuzt auf dem Wappenschild).
  4. Stadt- und Kreisarchiv Zeitz, Nr. 3500 00/2: Gesammelte Nachrichten zur Geschichte des Stifts Naumburg-Zeitz und der Stadt Zeitz, Vol. I, zusammengestellt durch Baumann, S. 45. Baumann gibt keinen Straßennamen in seinem Manuskript an, sondern nennt nur das „Groebische Haus“.

Nachweise

  1. Stadt- und Kreisarchiv Zeitz, Nr. 3500 00/2: Gesammelte Nachrichten zur Geschichte des Stifts Naumburg Zeitz und der Stadt Zeitz, Vol. I, zusammengestellt durch Baumann, S. 45.

Zitierhinweis:
DI 52, Stadt Zeitz, Nr. 105† (Martina Voigt), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di052b007k0010506.