Inschriftenkatalog: Stadt Zeitz

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 52: Stadt Zeitz (2001)

Nr. 214 Schloßkirche 2. Hälfte 16. Jh.

Beschreibung

Deckenfresko im Westteil der Kirche. Heute Magazinraum des Museums. Die gemalte Umschrift in braun auf gelbem Schriftband. Das Renaissancegemälde füllt die vier Zwickel des Kreuzgewölbes des zweiten Joches und bildet, unterbrochen durch die Kreuzstäbe, einen Kreis. Dargestellt ist die Heilige Dreifaltigkeit. Im oberen Zwickel die Taube (der Heilige Geist), links Christus als König, rechts Gottvater und im unteren Zwickel drei musizierende Engel. Wie ein Rahmen umzieht die Umschrift die Malereien. Rechts und links dieses Rahmens ist je ein musizierender Engel dargestellt. Der Raum wurde offensichtlich im Zuge des Umbaus des Doms zur Schloßkirche in der Mitte des 17. Jahrhunderts vom Kirchenraum abgetrennt. Er verlor mit diesen Umbauarbeiten seine Bedeutung, denn der Zugang erfolgte von nun an vom Treppenhaus des sich anschließenden Schloßflügels durch eine schmucklose Pforte. Die Freskomalerei muß also bereits vor dem Kirchenumbau vorhanden gewesen sein und erfolgte vielleicht gleichzeitig mit einigen Arbeiten an der Empore der Domherren, von denen Zader berichtet, dabei aber nur ein kunstvolles schmiedeeisernes Gitter genauer bezeichnet.

Das Fresko wurde im Jahr 1961 durch das Institut für Denkmalpflege, Arbeitsstelle Halle, restauriert (Restauratoren Naumann und Bethke).1)

Maße: Bu. ca. 25 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. SANCTUS // SANCTVS // SANC//TVS · D[O]//MINVS · DE[VS] // SZEBA//OTH · ESA 62)

Übersetzung:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott Zebaoth, Jesaja 6.

Anmerkungen

  1. Angaben nach Unterlagen im Museum Schloß Moritzburg, Zeitz.
  2. Is. 6,3.

Zitierhinweis:
DI 52, Stadt Zeitz, Nr. 214 (Martina Voigt), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di052b007k0021400.