Inschriftenkatalog: Stadt Zeitz

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 52: Stadt Zeitz (2001)

Nr. 150† Klosterkirche 1575

Beschreibung

Grabinschrift der Regina Oberrhein Sprotten vor dem Altar im Fußboden.1) Das Grabmal wurde wahrscheinlich zwischen 1870 und 1874 entfernt.2)

Inschrift nach Zader/O.

  1. Regina(e) oberrheina(e) Sprotten Cotbus(iensis) sua(e) ad a(nn)os 28 conjugi dilectissima(e) matri libero(rum) 14 pie hic defuncta(e) A(nn)o aetatis sua(e) 45 Chr(ist)i Jesu 1575 d(ie) 11 mens(is) Sept(embris) Petrus Praetori(us) S(anctissimae) Th(eologiae) D(octor) marit(us) moestiss(imus) H(oc) M(onumentum) P(oni) C(uravit)

Übersetzung:

Für Regina Oberrhein Sprotten aus Cottbus, seine 28 Jahre lang geliebte Ehefrau, die Mutter seiner 14 Kinder, die hier fromm starb in ihrem 45. Jahre, im Jahr Jesu Christi 1575, am 11. Tag des Monats September, hat Petrus Praetorius, Doktor der Heiligen Theologie, tiefbetrübter Ehemann, dieses Denkmal setzen lassen.

Kommentar

Der Ehemann der Verstorbenen Peter Praetorius war Stiftssuperintendent und Pfarrer von St. Michael in Zeitz. Nach dem frühen Tod zweier Töchter (Nr. 135 und 138), seines Vaters Valentin (Nr. 149) und seiner Ehefrau Regina heiratete Praetorius 1576 in Zeitz zum zweiten Mal und verließ bald darauf die Stadt.3)

Anmerkungen

  1. Zader/O II, S. 88 und 89. Auf S. 89: „dieser stein ist aufgehob(en) v(nd) die fraw Sup(er)intendentis Lauterbachin hierin begrab(en)“, vgl. Nr. 312. Der Inschrifttext ist deshalb bei Zader/O mehrfach durchkreuzt, da der Stein bereits verloren, die Grabstelle neu belegt war. Der Stein lag zwischen dem ihrer Tochter Martha Praetorius (Nr. 138) und dem des Christian Heinrich Susenbeth (Nr. 238).
  2. Kdm., S. 54.
  3. Thamm, Bd. 2, fol. 454. Weitere Angaben zu ihm vgl. Nr. 135.

Nachweise

  1. Zader/O II, S. 89.
  2. Zader/StArNb, S. 545.

Zitierhinweis:
DI 52, Stadt Zeitz, Nr. 150† (Martina Voigt), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di052b007k0015001.