Inschriftenkatalog: Stadt Zeitz

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 52: Stadt Zeitz (2001)

Nr. 111† Klosterkirche 1556

Beschreibung

Grabinschrift des Mönches Johann Birner in der Mitte des Chorraumes vor dem Altar.1) Die Grabinschrift wurde wahrscheinlich zwischen 1870 und 1874 beseitigt.2)

Inschrift nach Zader/O.

  1. A(nn)o D(omi)ni 1556 am tagea) Andreae Ap(osto)li3) obiit frater Johannes Birner ultimus conventus ap(ud) [.]b)

Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1556 am Sonntag vor dem Tag des Apostels Andreas, starb Bruder Johannes Birner, der letzte des Konvents (der Franziskaner).

Kommentar

Die Schreibung des Namens differiert: Birner, Pirner = aus Pirna (?). Johann Birner erscheint 1517 als Laie im Kloster und starb schließlich als der letzte im Kloster verbliebene Franziskaner von Zeitz.4)

Textkritischer Apparat

  1. Zader/Grubner: sonntage.
  2. Es folgt ein Zeichen in Form eines Y mit verdickten Enden (rund), das Zader/O II folgendermaßen interpretiert: „signum trium clavorum Franciscanorum“. Ebenso Zader/StArNb. Derselbe Satz deutsch bei Zader/O/StArZz und Zader/Grubner: „dieses ist das Zeichen der franciscaner von den 3. Nageln christi“. Zur Zuordnung der Arma Christi vgl. allgemein LCI, Bd. 1, Sp. 183–184.

Anmerkungen

  1. Zader/StArNb, S. 546; davor die Grabinschrift des Sebastian Voyt (Nr. 103).
  2. Kdm., S. 54.
  3. 30. November.
  4. Franziskanerkloster, S. 77, und Zader/O I, S. 325.

Nachweise

  1. Zader/O II, S. 90.
  2. Zader/O/StArZz III, S. 44.
  3. Zader/StArNb, S. 246.
  4. Zader/Grubner III, S. 57.
  5. Liebner, Bd. 7, S. 589.

Zitierhinweis:
DI 52, Stadt Zeitz, Nr. 111† (Martina Voigt), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di052b007k0011104.