Inschriftenkatalog: Stadt Zeitz

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 52: Stadt Zeitz (2001)

Nr. 107 Schloßkirche 1555

Beschreibung

Medaillon von der Grabplatte(?)1) des Ritters Wolf von Ende. Bronze. Das Medaillon befindet sich an der Südwand im zweiten Joch von Osten. Die erhabene Umschrift (A) verläuft in einer Leiste. Die erhabene Inschrift (B) rechts und links neben der Helmzier. Das Wappen füllt das Mittelfeld des Medaillons.

Maße: Dm. 44,5 cm; Bu. 2,5 cm (A), 2,2 cm (B).

Schriftart(en): Kapitalis (A).

BBAW Berlin, Inschriftenprojekt (Thomas Kreil) [1/1]

  1. A

    AN(N)O · 15·55 · DEN · DRITEN · FEBRVARI · IST · DER · EDELE · VND · ERNVEST · WOLF · VOM · END · RITER · IN · GOT · VORSCH(IEDEN) ·

  2. B

    15//55

Wappen:
Ende2)

Kommentar

Das Medaillon ist eine Nürnberger Arbeit nach Art der Werkgruppe B.3) Wahrscheinlich war der gleiche Wortlaut auch in die verlorene Grabplatte für Wolf von Ende gehauen.4) Sein steinernes Epitaph, dem das Medaillon offensichtlich nicht zugehört, trägt ebenfalls diese Inschrift (Nr. 108). Zu seiner Person vgl. Kommentar in Nr. 106.

Anmerkungen

  1. Zader/StArZz, S. 9, und Zader/Grubner III, S. 13: „An der Wand gegen Mitternacht in Meßing auf dem Grabe.“ Demnach befand sich die Grabplatte an der Nordwand der Kirche, vgl. Nr. 106.
  2. Wappen Ende (Wolf), vgl. Siebmacher, Bd. 2, Abt. 3, S. 9 und 26, Tafeln 8 und 27.
  3. Auskunft P. Zahn, München; vgl. auch Zahn, Beiträge, S. 97ff.
  4. Zader/O II, S. 23 schickt voraus: „(in lapide sepulchrali)“ und teilt dann die gleiche Inschrift mit, der er als Anmerkung beifügt: „... an d(er) wandt des Chors neben d(e)n Altar stehet sein bildniß in stein gehauen, dabeij eben diese schrifft.“

Nachweise

  1. Zader/Grubner III, S. 13.
  2. Zader/StArZz, S. 9.

Zitierhinweis:
DI 52, Stadt Zeitz, Nr. 107 (Martina Voigt), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di052b007k0010700.