Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 591 Andreasstift? E.16.-A.17. Jh.

Beschreibung

Grabplattenfragmente eines unbekannten Wormser Notars. In der Südwestecke des Museumshofes als mittlerer Stein der oberen Treppenstufe eingemauert. Linkes unteres Fragment einer ehemals hochrechteckigen Platte aus rotem Sandstein mit Umschrift zwischen Linien. Beschnitten. Hierzu gehört höchstwahrscheinlich, wie anschließend realisiert, ein Fragment hoch oben in der Südwand des Christoffelsturmes, das als Spolie bei einer Wiederherstellung hoch oben unter dem östlichen Fenster eingemauert worden war. Es stellt wohl die rechte untere Ecke der Platte dar.

Maße: H1.(erh.) 124, B1.(erh.) 24,5, Bu. 8,2 cm.

Schriftart(en): Fraktur.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Rüdiger Fuchs) [1/1]

  1. [......./ .........b]ler deß / Bis[..../ ...] zu Wormbß Notari(us)a) · dessen sehl Got gnedig se[y]

Kommentar

Die Worte zu Wormbß schlossen wohl an den Namen der Institution an, bei der es sich um das bischöfliche Gericht gehandelt haben könnte. Einen Hinweis auf die Identität des Notars gibt es nicht.

Trotz der teilweise noch vorhandenen gerundeten Brechungen kann die Fraktur eher in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts oder noch später angesetzt werden; die identische Ausformung der Buchstaben beider Fragmente, insbesondere erkennbar beim ß und Schulter-r, erlaubt ihre auch vom Text her angelegte Zusammenziehung. Herkunft aus dem Bereich des Andreasstiftes ist zumindest naheliegend, da auch andere Platten derselben Institution in benachbarten Lagen verbaut wurden.

Textkritischer Apparat

  1. Ein Kürzel ist nicht zu erkennen, wohl abgeschnitten.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 591 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di029mz02k0059102.