Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 123† Martinsstift 1343? o. 1352

Beschreibung

Grabinschrift des Ritters Giselbert Phus I. Kämmerer von Worms.

Nach Ockhart.

  1. Anno domini mccc [...........] Maij obiit Gÿselbertus Phus miles [camerarius Wormatiensis]a)

Kommentar

Von Giselbert Phus I. Kämmerer, Sohn Gerhards III.,1) wird berichtet, daß er 1343 starb und seine Frau Adelheid,2) in „demselben Gewölbe beigesetzt“ worden sei.3) Ein gleichnamiger Sohn verstarb 1386; dessen Grabstätte wurde mit denselben Kennbuchstaben markiert, wie sie auf der Grabplatte der Mutter vorkommen.4)

Das Sterbedatum des Vaters könnte freilich um etwa 10 Jahre verlesen sein, wenn sich die bei Möller angeführten Belege bis 1352 wirklich auf ihn beziehen.5) Diese sind freilich ihm nicht eindeutig zuzuordnen, da der Eintrag im Seelbuch über eine Stiftung von zwei Pfund Heller zum 14. Dezember wohl doch nicht von dem Schreiber des älteren Teiles geschrieben ist, der sicher nur bis 1345 nachweisbar ist,6) und die Belehnung des Bruders Johannes 1354 vor allem nach dem Tod des dritten Bruders Gerhard (†1353) lag.

Textkritischer Apparat

  1. So wohl sinngemäß zu ergänzen.

Anmerkungen

  1. Möller, Stammtafeln AF II Taf. LXV.
  2. Vgl. vorangehende Nr.
  3. Ockhart fol. 49v.
  4. Vgl. Nr. 167.
  5. Wie Anm. 1 u. etwa Dalberger Urkunden Nr. 74 zur Belehnung seines Bruders Johannes.
  6. Liber animarum S. Martini fol. 71, die Stiftung gilt dann für den Sohn (†1386); vgl. auch fol. 22v zum 1345 verstorbenen Gerhard Kämmerer, folgende Nr., mit Angabe der Jahreszahl.

Nachweise

  1. Ockhart fol. 48v u. 102.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 123† (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0012302.