Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 703 Stadtmuseum, vom lutherischen Friedhof(?) 1.H.17. Jh.

Beschreibung

Fragment des Grabdenkmales einer unbekannten Person. Oben in der Westwand der 4. Kreuzgangnische, wohl wie viele umgebende Steine vom lutherischen Friedhof. Bruckstück aus hellgelbem Sandstein mit Allianzwappen in Medaillon, mit Beschlagwerk hinterlegt, darüber Inschriftrest (A). Es handelt sich wohl um ein Bruckstück aus dem oberen Teil des Denkmales, gegebenenfalls aus dem Giebel, da unter dem Wappen trotz Verputz Buchstabenreste (B) zu erkennen sind.

Maße: H.(erh.) 70, B. 85, Bu. 4,5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Rüdiger Fuchs) [1/1]

  1. [...] TODT TRAVR[H.....]a)

Wappen:
? (viergeteilt von 1. zweimal geteilt und Initiale MP, 2. steigendem, gekröntem Löwen, 3. springendem Wolf?, 4. zwei Lilien) –? (Schaf auf mehrteiligem Berg).

Kommentar

Der Inschriftrest begleitet zwei Wappen mit eingerollten Spitzen, die einander zugekehrt sind; diese Konstellation ist in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts mehrfach anzutreffen. Es drängt sich daher der Verdacht auf, daß das Fragment mit einem dem Datum 2. Mai 1625 zugewiesenen identisch ist.1) Jenes war 65 cm hoch, was hier ziemlich genau der Höhe des Bruchstückes an der vorderen Abrißkante entspricht; bei einer hypothetischen Identifizierung müßte man eine Verwechslung im Material annehmen, da das anonyme Grabmal von 1625 angeblich aus rotem Sandstein bestand.

Textkritischer Apparat

  1. Erster Buchstabe möglicherweise erhöhte Versalie H.

Anmerkungen

  1. Aufstellungsplan mittelalterlicher Grabplatten Nr. 59; alte Inv.Nr. 47.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 703 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0070308.