Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 525 Stadtmuseum, vom lutherischen Friedhof (1578)/1583

Beschreibung

Grabstein der Otilia Demerten geb. Grun. Südlicher Stein an der Westwand der 2. Nische des Kreuzgangsüdflügels, vom lutherischen Friedhof, zwischenzeitlich im Paulusmuseum.1) Querrechteckige Platte aus hellgelbem Sandstein mit sechszeiliger Inschrift (A,B) in Architravzone über Pilastern mit Beschlagwerk und Jahreszahl (C), eingeschlossen unter Schulterbogen ein an zwei Ringen aufgehängtes Wappenmedaillon mit Allianzwappen vor punziertem Hintergrund, zwischen den Büffelhörnern Steinmetzzeichen,2) außen Initialen (D).

Maße: H. ca. 120, B. 121, Bu. 3,4-3,8 (A), 2,5-3,0 (B), 4 cm (C).

Schriftart(en): Kapitalis.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Rüdiger Fuchs) [1/1]

  1. A

    ANNOa) D(OMI)NI · 1578 · DEN · 2 · MAII · IST IN GOT · VERSCHIE = /DEN · DIE TVGENTSAME FRAVE · OTILIA GRVoNIN · DES / ERSAMEN CONRAD DEMERTEN · BVRGERS ALHIE · EH = /LICHE HAVoSFRAVE · DER · SELE GOT GNAD.

  2. B

    CHRISTVS IST / MEIN LEBE(N) · STER = /BEN IST MEIN / GWIN · PHI: I · CA:3)

  3. C

    1583

  4. D

    G / H

Wappen:
? (auf Dreiberg Vogel auf einer Egge sitzend);? (auf Dreiberg Blume mit Blüten).

Kommentar

Der Grabstein wurde fünf Jahre nach dem Tod der Otilia Demerten hergestellt. Die Initialen des Meisters kommen auch auf Steinen von 1583 mit Steinmetzzeichen und 1588 vor.4)

Textkritischer Apparat

  1. Mehrfach überhöhte Versalien, und zwar bei ANNO, MAII, GOT, OTILIA, GRVNIN, CONRAD, CHRISTVS, LEBEN, IST.

Anmerkungen

  1. Zorn-Meixner, südlicher Stein in der Nordostecke; Alte Aufzeichnungen Nr. 58.
  2. Stz. Nr. 15, 5 cm.
  3. Phi. 1,21.
  4. Vgl. Nr. 521 u. 535.

Nachweise

  1. Zorn-Meixner fol. 391v Nr. 22.
  2. Wörner, Mittelaltrige Grabmäler 97.
  3. Mus.Inv. Nr. MG 34.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 525 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0052508.