Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 487 Stadtmuseum, aus Pfarr/Stiftskirche? 1566

Beschreibung

Grabplatte? des Gerichtsschöffen Jakob Ormann. Mittlerer Stein im Boden der 4. Nische des Kreuzgangsüdflügels, aus dem großherzoglichen Kreisamt, d.i. die alte Dompropstei, später im Paulusmuseum.1) Hochrechteckige Platte aus rotem Sandstein mit achtzeiliger Inschrift unter erhöhtem Rundbogenfeld mit Wappen. Heute so gut wie unkenntlich.

Ergänzt nach Kdm. und Foto von 1956.2)

Maße: H. 163, B. 80, Bu. 4,5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Rüdiger Fuchs) [1/1]

  1. A(NN)o.a) M D[LXVI · VF MIT = /WO]CH DEN 6. [FEBRVA(RII)]/ STARB DER [ERNHAFT] / VND FV[RNEME HERR] / IACOB OR[MAN DIESER] / ZEIT G[ERICHTSSCHÖF]/FE ZV [WORMS DEM] / GOT G[NAD AMEN]

Wappen:
? Ormann (Figur mit in die Hüften gestützten Armen).

Kommentar

Die Steine, die aus dem Bodenbelag der hinteren Halle der Dompropstei bekannt geworden sind, stammen angeblich alle aus dem „Domhof“;1) im Falle des Ratsherrn Ormann wäre dieser Umstand wegen der starken lutherischen Ausrichtung des Rates zwar erstaunlich, 1566 aber auch noch gut denkbar. Der Holzhändler Jakob Ormann aus Gernsbach (Baden) wurde 1550 in den Gemeinen Rat gewählt.3)

Textkritischer Apparat

  1. Überhöhter Anfangsbuchstabe.

Anmerkungen

  1. Kdm.; Alte Aufzeichnungen Nr. 90.
  2. StA Worms Neg.Nr. F 1766/31.
  3. Kraus, Quellen II 126.

Nachweise

  1. Kdm. Worms 267.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 487 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0048707.