Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 485 Stadtmuseum, aus Pfarr/Stiftskirche? 1564

Beschreibung

Grabplatte des Ernst Wolf, Keller zu Ramsen, in Zweitverwendung auf der Grabplatte des Gerlach Haube von Kressenbach.1) Östlicher Stein im Boden der 2. Nische des Kreuzgangsüdflügels, aus dem großherzoglichen Kreisamt, d.i. die alte Dompropstei, später auch im Paulusmuseum.2) Hochrechteckige Platte aus rotem Sandstein mit Umschrift zwischen Linien von 1522 und sechszeiliger Inschrift unter Doppelwappen mit Initialen; darüber größeres Wappen zur älteren Inschrift. Bestoßen und links unten abgeplatzt, die Umschrift vor einer fehlenden Ecke abbiegend.

Maße: H. 193,5, B. 89, Bu. 4 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Rüdiger Fuchs) [1/1]

  1. A

    ANNO D(OMI)NI 1564 DEN / 20 SEPTEMBRIS STARB / IN GOT DER ERNHAFT / VND FŸRNE(M) ERNST WOL[F] / KELLER ZV RA(M)SEN DE(M) GOT / GENEDIG SEI AMEN

Wappen:
Wolf (Mütze? mit Initialen E W);? Z[....]a) (unkenntlich).

Kommentar

Das bis 1174 St. Georgen im Schwarzwald unterstellte Nonnenkloster in Ramsen hatte der Bischof von Worms 1485 seinem Tafelgut zugeschlagen und nach dem Vergleich mit Nassau 1494 endgültig dort eine bischöflich-wormsische Kellerei etabliert.3)

Textkritischer Apparat

  1. Links des Z noch der rechte Schaft eines Buchstabens sichtbar, wohl für den Taufnamen der Ehefrau des Ernst Wolf.

Anmerkungen

  1. Vgl. Nr. 408.
  2. Ebd.; beides wohl nur Zwischenstationen bei frühen Steinbergungen des Altertumsvereins.
  3. Handbuch der Hist. Stätten Deutschlands V. Rheinland-Pfalz und Saarland, hg. von L. Petry. Stuttgart 31976, 299f.

Nachweise

  1. Kdm. Worms 267.
  2. Mus.Inv. MG Nr. 19.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 485 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di029mz02k0048509.