Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 466 Worms-Abenheim, Heimatmuseum und Ort 1557ff.

Beschreibung

Bauzahlen auf Türbogen, Torbogen, Türstürzen, teilweise verloren.

1. Heimatmuseum, von abgerissenem Haus in Wonnegaustraße, heute Bankgebäude. Schmuckloser Türbogen aus rotem Sandstein mit Jahreszahl (A) beiderseits der Fuge des Scheitelsteins, im Bogeninneren Rundstabprofil; bestoßen und überstrichen. Vom gleichen Haus stammt der Sturz von 1612; über Flachbogen Jahreszahl (B) beiderseits zweier Wappen.

Maße: H. 75, B. 156, Z. 4,5-7 (A), H. 32, B. 115, Z. 5-10 cm (B).

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Rüdiger Fuchs) [1/2]

  1. A

    1 557

  2. B

    16 12

 
Wappen:
Hausmarken.

2. Beim Grundstück Wonnegaustraße 33, heute Nordseite einer Gartenmauer. Türsturz aus rotem Sandstein mit Jahreszahl auf senkrechten Stegen über einem Flachbogen; Felder mit Blüten und Rosetten gefüllt, auf den Pfosten Kassettenornament, oben rechts von zwei Drachen gehaltenes Kranzmedaillon mit Wappen. Verwittert, neu bemalt.

Maße: H. 44, B. 150, Z. 4-5 cm.

  1. 1 5 8 0

 
Wappen:
Worms, Martinsstift.

Wahrscheinlich ist diese Tür identisch mit der 1910 verzeichneten, die mit dem Steinmetzzeichen Nr. 11 versehen war.1)

Anmerkungen

  1. 1.Denkmalliste 1910.

Nachweise

  1. Kdm. Worms 5.
  2. Nachzeichnung von K. Ehrenhardt in: Heimatverein 1953 Abenheim 85 u. Festbuch Abenheim 97.
  3. Reuter, Silberne Lilien 47.

3. Ca. 10 m weiter westlich großer Torbogen aus rotem, gelb gestrichenem Sandstein mit einer Kartusche im Scheitelstein; beiderseits eines Wappens Jahreszahl.

Maße: H.(Kartusche) 30, B. 80, Z. ca. 10 cm.

  1. 15 / 83

 
Wappen:
Hausmarke.

Nachweise

  1. Kdm. Worms 5.
  2. Denkmalliste 1910.
  3. Reuter, Silberne Lilien 47.

4. Wahrscheinlich ehemals Welschgasse, Anwesen Kron. Türsturz aus rotem(?) Sandstein mit Jahreszahl beiderseits einer Maske in Medaillon, flankiert von Rosetten; über den Pfosten beidseitig Feld mit einem männlichen Figürchen rechts und einem weiblichen links. Bestoßen und bemalt. Nicht gefunden. Nach Foto.1)

  1. 15 / 84a)

In der handwerklichen Ausführung von Figürchen und plumpen Zahlzeichen durchaus vergleichbar ist eine Heppenheimer Bauzahl zu ebenfalls 1584.2)

Textkritischer Apparat

  1. 4 spiegelverkehrt.

Anmerkungen

  1. 1.StA Worms Neg.Nr. M 219.
  2. 2.Vgl. Nr. 468.

5. Rathausstraße 29. Scheitelstein eines Torbogens aus rotem Sandstein mit Jahreszahl beiderseits Wappen und Initialen, wahrscheinlich ehemals Gasthaus „Zum deutschen Kaiser“.1)

Maße: H.(Stein) 35, B. 110, Z. ca. 10 cm.

  1. 15 / 97a)

 
Wappen:
? (? flankiert von zwei? Rebmessern mit Initialen A S).

Textkritischer Apparat

  1. 1591 Denkmalliste, leicht mit 1 verwechselbare 7.

Anmerkungen

  1. 1.So Denkmalliste.

Nachweise

  1. Denkmalliste 1910.

6. Ehemals Kirchgasse, Anwesen Aumann. Verlorener schmuckvoller steinerner Türsturz mit Jahreszahl beiderseits Wappen und Steinmetzzeichen; flankiert von vorgeblendeten Pilastern, Rahmen eingefaßt von Eierstab, geschmückt mit Rosetten und Beschlagwerk. Bemalt. Nach Foto u. Abb.1)

  1. 16a) 07

 
Wappen:
Hausmarke.

Textkritischer Apparat

  1. Unter der 6 Stz. Nr. 22.

Anmerkungen

  1. 1.StA Worms Neg.Nr. F 3698/14.

Nachweise

  1. Heimatverein 1953 Abenheim 85 (Abb.).

7. Welschgasse 25. Tür- und Torbogen aus rotem Sandstein mit Jahreszahl in einer Kartusche im Scheitelstein der Tür (A), Jahreszahl mit Wappen im Scheitelstein des Tores (B). Gestrichen, stark verwittert.

Maße: H.(Tür) 240, B. 150, H.(Tor) 360, B. 400, Z. 6 cm (A,B).

  1. A

    1614

  2. B

    16[14]

 
Wappen:
unkenntlich.

Die Konzentration von Bauzahlen in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 17. stimmt mit der Verteilung in anderen Siedlungskomplexen der Stadt Worms überein.1)

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. oben S. XXXII.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 466 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0046602.