Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 328 Worms-Herrnsheim, kath. Pfarrkirche 1492

Beschreibung

Grabplatte des Philipp Kämmerer von Worms gen. von Dalberg. Im Boden der Grabkapelle vor dem Ursulaaltar. Hochrechteckige Platte aus rotem Sandstein mit mehrzeiliger Spruchinschrift (A) und fünf erhaltenen Zeilen der Grabinschrift (B). Heute verdeckt unter dem Fußboden der Kapelle, früher schon im oberen Bereich abgetreten und mit Zement überstrichen. Als Worttrenner teilweise paragraphenförmig ausgezogene Punkte.

Teilweise nach Foto.1)

Maße: H.(erh.) 66,2) B. 96, Bu. 5 (A), 8 cm (B).

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

  1. A

    [.............. / ........a....g....r..si / ...] und alle gleubigena) [..]th

  2. B

    an(n)ob) · mcccc · xcii · off · des he/iligenc) · crucz · fundu(n)g · tag · istd) / gestorben der · vest · philipse) · / kem(m)er · von · dalburg · der · sel · / got · genedickf) · vn(n) · bar(m)herczick / [.............]

Datum: 3. Mai 1492.

Kommentar

Die Grabplatte Philipp Kämmerers, dessen Epitaph seitlich neben der Platte erhalten ist,3) enthielt vor der eigentlichen Grabschrift einen in kleineren Buchstaben geschriebenen Spruch, der sich nicht identifizieren ließ, auch kaum aus der Bibel stammt, sondern eher einem Gebet entnommen ist.

Textkritischer Apparat

  1. Wortendung unsicher gelesen.
  2. dnå Arens.
  3. hgen ebd.
  4. Fehlt ebd.
  5. philip ebd.
  6. genedigk ebd.

Anmerkungen

  1. Foto im StA Worms Neg.Nr. M 9733.
  2. Nach Arens.
  3. Vgl. Nr. 297.

Nachweise

  1. Ockhart fol. 134 (nach Helwich, Epit. Dalb. o. Schannat, Mon. vetera).
  2. Arens, Grabplatten der Dalberg 261 Nr. 2.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 328 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0032801.