Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 204† Dom, innen 14.-A.15. Jh.?

Beschreibung

Spruchinschrift zu einer Marienszene, Wandmalerei, ehemals am 1. oder 2. Hauptpfeiler1) der Nordarkade nach Westen hin angebracht. Thronende Madonna zwischen zwei Heiligen, Thronpfosten fialenbekrönt. Inschrift am oberen Rand. Eine weitere ähnliche Komposition mit ebenfalls vier eingetieften Nimben an demselben Pfeiler.

Nach Pausen des Malers Hermann Velte (1911).2)

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

  1. V/[.]a) · ER · V[.]SHb) EC VERBI · VIRGINIS · REC ·

Kommentar

Leider ließen sich anhand der Veltenschen Pausen die widersprüchlichen Aussagen nicht kontrollieren; auch weiß man, daß jene selbst ohnehin nur allgemein erkennbare Züge und kaum Details enthalten; der angegebene Text, dessen Kürzungen unklar sind, ist daher auch im Buchstabenbestand zweifelhaft. Die Datierung ins 14. Jahrhundert kann vorsichtig auf den Anfang des 15. ausgedehnt werden.3)

Textkritischer Apparat

  1. Haken- oder S-förmiges Zeichen.
  2. In der Mitte Zeichen wie zwei gegeneinandergekehrte C.

Anmerkungen

  1. Nach Schmitt am 1. Pfeiler, nach Glatz am 2.
  2. Pause Nr. 24 (alt Nr. 7) im Domarchiv über der Nikolauskapelle, nicht zugänglich; Frl. Michaela Küper, Worms, verdanke ich Einblick in ein Inhaltsverzeichnis der entsprechenden Kiste mit obiger Wiedergabe der Inschrift; Schmitt erkannte nur VERBI und VIRGINIS als sinnvolle Wörter, kein Zitat bei Glatz, Mittelalterliche Wandmalerei 337 Nr. 10.
  3. Schmitt: 14.-1.H.15. Jh., Glatz: 14. Jh.

Nachweise

  1. Schmitt, Bildwerke 311 Nr. 10.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 204† (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0020402.