Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 182 Stadtmuseum nach 1370-4.V.14. Jh.

Beschreibung

Grabschrift der Katharina gen. Wetz? Steinsammlung im Hof, in der südlichen Trockenmauer. Querrechteckiges Quaderfragment aus rotem Sandstein mit zweizeiliger Inschrift zwischen Linien. Links, rechts und wahrscheinlich unten beschnitten; bestoßen und bemoost.

Maße: H.(erh.) 39,5, B.(erh.) 93, Bu. 8,3 cm.

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Klemens Bender) [1/1]

  1. [ANN]O · DO(MINI) · M · CCC · LXX[....] / [....] · O(BIIT) · KA(THARINA) · D(I)C(T)A · WETZ[....]

Kommentar

Die Dicke des Steines von 33,5 cm sowie das für die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts in Worms ungewöhnliche Arrangement eben nicht in Umschrift zeigen an, daß sich diese Grabinschrift als Quader in einer Mauer befand und daher wahrscheinlich aus einem Kreuzgang stammt; diese Praxis ist aus dem Domstift, St. Paul, St. Andreas sowie aus Oppenheim bekannt.

Die späten Majuskeln mit ausgeprägten Schwellungen und Krümmungen lassen eine Datierung auch weit nach 1370, das als untere Grenze erkennbar ist, erwägen. 1371 ist eine Katharina, Frau des Wentz gen. Sonpennyg urkundlich erwähnt,1) eine N-Kürzung ist im Namen jedoch nicht zu erkennen. Der Familienname entspricht eher dem der 1378 genannten Nese gen. Weczelin2) und dem eines 1425 als Zeuge auftretenden Johann Wetzel.3)

Anmerkungen

  1. Boos, UB II 431 Nr. 668.
  2. Ebd. 475 Nr. 737.
  3. Wormser Urkunden Nr. 263.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 182 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di029mz02k0018201.