Inschriftenkatalog: Lüneburg (Stadt)

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 100: Stadt Lüneburg (2017)

Nr. 277† St. Johannis 1516 o. 1526/27

Beschreibung

Bauinschrift. Nach Büttner außen über dem Eingang zur Kapelle der Familie Garlop.1) Zur Zeit Mithoffs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Inschrift, die schon Büttner als fast unleserlich charkterisierte, nicht mehr vorhanden.2)

Inschrift nach Büttner.

  1. Garlopum domus hoc Marie statuere SacellumIllius et gnati ut concilietur amorAnno XVC XVI

Übersetzung:

Die Familie Garlop hat Maria diese Kapelle errichtet, um ihre Liebe und die ihres Kindes zu gewinnen. Im Jahr 1516.

Versmaß: Elegisches Distichon.

Kommentar

Zur Lokalisierung der Kapelle im Schuddemantel vgl. Nr. 129. Büttner und sämtliche anderen Überlieferungen, die aber möglicherweise alle auf ihn zurückgreifen, geben übereinstimmend das Jahr 1516 für die Einrichtung der neuen Kapelle an. Der Umstand, dass die Stiftung der Vikarie am Altar der van den Garlopen unlangest upgerecht(eten) Kapelle im Schuddemantell erst am 28. Juni 1527 erfolgte,3) deutet allerdings eher darauf hin, dass Büttner die Jahreszahl nicht mehr richtig lesen konnte und hier XXVI oder XXVII stand.

Anmerkungen

  1. Büttner, Genealogiae, Stammtafel Garlop.
  2. Mithoff, Kunstdenkmale Fürstentum Lüneburg, S. 143.
  3. StA Lüneburg, UA a: 1527 Juni 28. Matthaei, Vikariestiftungen, S. 197f.

Nachweise

  1. Büttner, Genealogiae, Stammtafel Garlop.
  2. Dithmers, Chronik, p. 222.
  3. Gebhardi, Collectanea, Bd. 3, p. 108 (nach Dithmers?).
  4. Michelsen, Cronica, p. 149.
  5. Bellmann, Chronica, p. 190.
  6. Mithoff, Kunstdenkmale Fürstentum Lüneburg, S. 143 (nach Gebhardi).
  7. Krüger/Reinecke, Kunstdenkmale, S. 70, Anm. (nach Büttner).

Zitierhinweis:
DI 100, Stadt Lüneburg, Nr. 277† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di100g019k0027700.