Santa Maria dell’Anima: Antikensammlung*

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DIO 03 Anhang 1: Santa Maria dell’Anima, Rom (2012)

A1, Nr. 13 Santa Maria dell’Anima, Innenhof 201-300

Beschreibung

Fragement einer Grabinschrift, unediert. An der rechten Seit der Tafel befindet sich eine senkrechte Bruchkante, die linke verläuft wellenförmig. Die Inschriftentafel ist oben und unten mit einem einfachen Strich gerahmt, wodurch große freie Ränder entstehen. Oben sind es 7 cm und unten 11 cm. Auffällig ist M und A. Die rechtsschrägen Schäfte schließen sich nicht am oberen Ende an die linksschrägen an, sondern treffen diese unterhalb ihrer Spitze. Bei A fehlt immer der Balken. Die Trennzeichen haben die Form eines Dreiecks.

Maße: H. 47, B. 15/18, Bu. 4 cm.

Schriftart(en): Scriptura actuaria

Dr. Eberhard J. Nikitsch [1/1]

  1. [D(IS) • ] • M(ANIBVS) • / [---] RI • A • M[---] / [--- QVI/QVAE VIXIT] • A(NNOS) • XI • M(ENSES) I D(IES)a)[---] / [---]E • CE [---] / [---] A A • TR [---] / [---]SI • MA [---]

Übersetzung:

Den Totengöttern. [---], der elf Jahre, einen Monat und ? Tage lebte [---].

Kommentar

In der ersten Zeile ist von der einleitenden Sakralformel D(IS) M(ANIBVS) nur noch das M erhalten. Links davon ist noch die eine Hälfte der trennenden hedera distinguens zu sehen. Dadurch ergibt sich, dass links der Inschriftentafel mehr fehlt als auf der rechten Seite. Die restlichen Buchstabenfragmente lassen nur die Lebensalterangabe erkennen, da die Zahlenangabe XI erhalten ist und von Worttrennern abgetrennt vorliegt. Vor allem die uneinheitliche Schrift und die unsaubere Ausführung mancher Buchstaben1) sowie die Lebensalterangabe lassen vermuten, dass die Inschrift aus dem 3. Jh. stammt.

Textkritischer Apparat

  1. Zu erkennen ist noch das obere Ende des Bogens von D.
  2. Siehe oben in Beschreibung.

Zitierhinweis:
DIO 03 Anhang 1, Santa Maria dell’Anima, Rom, A1, Nr. 13 (Sebastian Moos), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-dio003r001a1001300.

* gesammelt und bearbeitet von Paul Sebastian Moos