Inschriftenkatalog: Rheingau-Taunus Kreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 43: Rheingau-Taunus-Kreis (1997)

Nr. 198 Kiedrich, Kirchhofsmauer (aus Kath. Pfarrkirche St. Valentin) 1446

Beschreibung

Grabplatte der Christina von Buches, ehemals vor dem Johannisaltar, 1682 umgebettet1) und seit 1962 am heutigen Standort (Plan Kiedrich Nr. 1). Schmucklose Rotsandsteinplatte, stark abgetreten, mit Umschrift zwischen Linien, nur auf der linken und rechten Randleiste erhalten.

Erg. nach Helwich.

Maße: H. 210, B. 80, Bu. 5,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

[1/1]

  1. [Anno domini mill]esimoa) · cccc · xlvi · in die sanctorvm [g]ordia(n)i et ep[imachi obiit honorabilis domicella Christina de Buchis] cvi(vs) a(n)i(m)a · reqviescat in [sancta pace amen]

Datum: 10. Mai 1446.

Wappen:
Stockheim; Buches von Bärstadt; Buches von Staden; Bellersheim.

Kommentar

Angesichts der schmalen, relieflosen Steinplatte verwundert Helwichs Überlieferung von vier Wappen, von deren Existenz sich keine Spur am Original finden läßt.

Christina, Tochter Hartmanns von Buches und Gredes von Bellersheim, wird in der Grabinschrift mit dem für eine Edelfrau ungewöhnlichen Epitheton honorabilis bezeichnet. Sie war verheiratet mit Ritter Johann von Stockheim aus der Linie zu Heldenbergen, der vor 1443 starb. Christinas Ehe entstammten zwei Söhne: Henne, späterer Burggraf zu Friedberg, der die Linie fortsetzte, und der in den geistlichen Stand eingetretene Philipp.2)

Textkritischer Apparat

  1. Von es nur die unteren Brechungen erhalten.

Anmerkungen

  1. Staab.
  2. Möller, Stammtafeln AF II Taf. LXXX.

Nachweise

  1. Helwich, Syntagma 268.
  2. Zaun, Kiedrich 119.
  3. Roth, Geschichtsquellen III 248.
  4. Staab, Grablege 112 Nr. 1.

Zitierhinweis:
DI 43, Rheingau-Taunus-Kreis, Nr. 198 (Yvonne Monsees), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di043mz05k0019800.