Inschriftenkatalog: Rems-Murr-Kreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 37: Rems-Murr-Kreis (1994)

Nr. 249 Oppenweiler, ev. Pfarrkirche St. Jakobus 1606

Beschreibung

Grabplatte der Clara Anna Sturmfeder geborene von Helmstatt. Im Turmerdgeschoß vor der Südwand im Boden; 1973 in der südlichen Schiffhälfte vor der Ostwand im Fußboden aufgedeckt und an den jetzigen Standort versetzt1. Umschrift zwischen schmalen Randleisten, an den Ecken im Bogen um Kreismedaillions herumgeführt; in der Mitte des Feldes zwei Vollwappen in einem Kreismedaillon, das durch Beschlagwerk rechts und links mit dem Randstreifen verbunden ist und an das oben und unten kreuzförmiges Beschlagwerk angesetzt ist; in den Ecken vier Ahnenwappen mit Beischriften im Mittelfeld. Grauer Sandstein, fast bis zu Unkenntlichkeit abgetreten2, Schrift stellenweise noch schwach erkennbar, aber zum Teil mit Estrich überstrichen, Ahnenwappen völlig zerstört; Ränder ausgebrochen, Fehlstellen mit Zementmörtel ausgeglichen.

Maße: H. 198, B. 100, Bu. 2,5–2,8 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. [ANNO] DOM[I]NI / [1606 . . . . . IVNI]I / STARBE · DIE ED[EL] VND [. . . . . . . . . . . FR]AWE · CLAR[A ANNA / . . . . . . . . . . . . /. . . . . . . . . . . / H]ELMSTAT D[. .]/EN DER ALMECHTIGE EIN[.] FRÖLICHE AVFFERSTEHVNG VER/LEIHEN WOLLE AM[E(N)]a)

Wappen:
Sturmfeder, Helmstatt;
STV[RM]FEDE[R][HE]L[MS]T[A]T
VON [HI]R[N]HEI[M][M]AS[SENBACH]

Kommentar

Der Schrift nach ist die Grabplatte in derselben Werkstatt entstanden wie das Grimmeisen-Grabmal in Waiblingen, zu den Schriftformen vgl. dort3. – Clara Anna von Helmstatt ist am 5. Juni 1606 gestorben, vgl. das Doppelgrabmal für sie und ihren Mann Burkhard Sturmfeder (nr. 229).

Textkritischer Apparat

  1. Zu erkennen nur mehr AM und danach ein Kürzungsstrich über der Zeile.

Anmerkungen

  1. Direkt neben der Grabplatte lag die – in gutem Zustand erhaltene – des 1704 verstorbenen Johann Friedrich von Au-Wach, die jetzt an der Nordwand des Schiffs aufgestellt ist.
  2. Schon im 18. Jahrhundert kaum mehr lesbar und daher in der Lageskizze „Sturmfederische Grabmeler“ aus dem Sturmfeder-Archiv nicht identifiziert; Wortlaut dort: …] die Edle [. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .] der der allmächtig Gott eine fröliche Aufferstehung ver[…
  3. Nr. 235, dort auch die Hinweise auf weitere Grabplatten in Aldingen (LKr. Ludwigsburg) und in Stetten i. R. mit sehr ähnlichem Ornament.

Nachweise

  1. Sturmfederische Grabmeler in der Evangelischen Pfarrkirche zu Oppenweiler 1400./1700. (StA Ludwigsburg, B 139a Bü. 60).

Zitierhinweis:
DI 37, Rems-Murr-Kreis, Nr. 249 (), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di037h011k0024905.