Inschriftenkatalog: Regensburger Dom (I)

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 74: Inschriften des Regensburger Doms (I) (2008)

Nr. 71 Hauptchor, Confessio unter dem Hochaltar 1. H. 14. Jh.(?)

Beschreibung

Eine von drei Grabplatten aus Sandstein, die unter dem Hochaltar in die Decke der Confessio mit der Sichtseite nach unten eingemauert sind. Das obere Drittel der Grabplatte fehlt. Sicher ist, dass die drei Denkmäler nicht für diesen Ort vorgesehen waren, sondern als Deckplatten wiederverwertet wurden, vermutlich bei dem Umbau der Confessio im Jahre 1785. Die südliche Grabplatte zeigt eine Inschrift, die durch eine scharfe Linie vom Feld abgesetzt ist. Sie beginnt vermutlich an der oberen linken Längsseite, gekennzeichnet durch ein Kreuz. Lesbar ist ein großer Teil der rechten Längsseite. Im Feld ein lateinisches Kreuz mit Kleeblattenden, an der kurzen Kreuzstange oben ein zweiwulstiger, unten ein dreiwulstiger Nodus. Als Kreuzfuß ein Dreiberg1). Schlechter Zustand.

Maße: H. 160 cm, B. 75 cm, Bu. 9 cm.

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

© Staatliches Bauamt Regensburg [1/1]

  1. + [– – –/– – –]T ∙ DER ∙ WERDAER a) ∙ / [– – –/– – –

Kommentar

Während des 14. und 15. Jahrhunderts sind mehrere Mitglieder der Familie Werder in Regensburg nachzuweisen2). Die breite Form der gotischen Majuskel lässt, was die Datierung der Inschrift betrifft, eher auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts schließen.

Textkritischer Apparat

  1. A mit geschlossenem kapitalen E.

Anmerkungen

  1. Freytag/Hecht 59; Hubel, Hochaltar 342; Morsbach, Grabkreuzplatten 45.
  2. RUB II, 634 (Register); Primbs, Jahr- und Totenbuch 211.

Nachweise

  1. Hubel, Hochaltar 342.

Zitierhinweis:
DI 74, Inschriften des Regensburger Doms (I), Nr. 71 (Walburga Knorr, Werner Mayer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di074m013k0007109.