Inschriftenkatalog: Stadt Osnabrück

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 26: Stadt Osnabrück (1988)

Nr. 301† Dom 1644

Beschreibung

Grabstein des Benedikt von Nehem.

Inschrift nach Sammlung A.

  1. Qui iacet hac de stirpe Nehem tumulatus in urnaQuam bene Praepositus tam Benedictus erat.Namque vigil magnia) Cleri patriaeque salutemServavit curie abstinuitque malum.Qui crucis in ligno gentis peccata piastiHumanae, famulum respice Christe tuum.Cum mala vindicibus combures secula flammis,In benedicendis fac Benedictus eat.

Übersetzung:

Der hier im Grab Beigesetzte aus der Familie Nehem war sowohl auf rechte Weise Propst als auch ein Gesegneter. Denn wachsam bewahrte er das Heil des hohen Klerus und der Heimat und wandte Böses vom Rathaus ab. Der du die Sünden des Menschengeschlechts am Holz des Kreuzes gesühnt hast, Christus, sorge für deinen Diener. Wenn du die sündige Welt mit rächenden Flammen verbrennst, bewirke, daß Benedikt unter denen geht, die für die Seligkeit bestimmt sind.1)

Versmaß: Distichen.

Kommentar

Benedikt von Nehem erhielt im September 1610 eine Präbende am Dom2). Im September 1618 ging er zum Studium nach Köln3). Seine Emanzipation unter Vorlage der Studienpapiere erfolgte 16214). Am 12. Dezember 1635 wurde Nehem als Nachfolger des verstorbenen Sixtus von Liaukema zum Domprobst gewählt5).

Textkritischer Apparat

  1. magni] magnis Sammlung A.

Anmerkungen

  1. Der Effekt des Wortspiels mit dem Namen Benedikt geht bei einer Übersetzung zwangsläufig verloren.
  2. StAO Rep. 560 III, Nr. 7, fol. 354v.
  3. Matrikel Köln, Bd. 4, S. 284, 731, 154.
  4. StAO Rep. 560 III, Nr. 10, fol. 144v.
  5. Ebd., Nr. 12, fol. 92r–93v.

Nachweise

  1. Sammlung A, fol. 13v.

Zitierhinweis:
DI 26, Stadt Osnabrück, Nr. 301† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di026g003k0030108.