Inschriftenkatalog: Odenwaldkreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 63: Odenwaldkreis (2005)

Nr. 309(†) Hiltersklingen (Mossautal), Fürther Straße 41 1. H. 17. Jh.?

Beschreibung

Fragment einer Inschriftenplatte aus rotem Sandstein, deren Herkunft unbekannt ist. Sie wurde auf dem im 19. Jahrhundert erbauten Anwesen früher als Bodenplatte benutzt, befand sich dann auf einem Bruchsteinhaufen und wurde vom Bearbeiter dort nicht mehr aufgefunden. Sie ist an der rechten und an der unteren Seite abgebrochen. Ob auch links ein Stück fehlt, läßt sich aufgrund der dicken Mörtelschicht, die an dem Stein sitzt und ihn überlappt, nicht entscheiden. Die Platte zeigt oben eine zwischen Linien eingehauene Inschrift und darunter ein Mühlrad, das jedoch zur Hälfte weggebrochen ist.

Nach Photo.1)

Schriftart(en): Kapitalis.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Sebastian Scholz) [1/1]

  1. [– – –]a) WILLE[.]NAV + D[– – –]

Wappen:
unbekannt2).

Kommentar

Die Inschrift zeigt eine mäßig ausgeführte Kapitalis ohne auffällige Besonderheiten.

Aufgrund des fragmentarischen Zustandes von Träger und Text lassen sich weder die Art des Trägers noch der Texttyp bestimmen. Das noch zu erkennende Mühlrad könnte darauf hindeuten, daß die Inschrift sich auf eine der in Hiltersklingen nachweisbaren Mühlen bezieht, doch läßt sich auch hier keine Sicherheit gewinnen.3)

Textkritischer Apparat

  1. Ob und wieviel Text vor dem ersten lesbaren Wort stand, läßt sich nicht entscheiden.

Anmerkungen

  1. Die Kenntnis der Platte und das Photo verdanke ich der freundlichen Hilfe von Herrn Dr. Peter W. Sattler, Mossautal.
  2. Ein Mühlrad.
  3. Zu den Mühlen vgl. 1200 Jahre Hiltersklingen 95 – 100.

Nachweise

  1. 1200 Jahre Hiltersklingen 97, Abb.
  2. Teubner/Bonin, Kulturdenkmäler 557, Abb.

Zitierhinweis:
DI 63, Odenwaldkreis, Nr. 309(†) (Sebastian Scholz), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di063mz09k0030900.