Inschriftenkatalog: Mergentheim (Landkreis)

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 54: Landkreis Mergentheim (2002)

Nr. 313 Weikersheim, Schloß 1598

Beschreibung

Deckenreliefs mit antiken Szenen und erklärenden Versinschriften. Im ersten Obergeschoß des Westflügels (Küchenflügel) im sog. Gleichen- und im Georg-Friedrich-Zimmer. In beiden Räumen sind die stuckierten Decken in je sechs etwa gleich große, durch Blattrankenfriese voneinander abgegrenzte Rechteckfelder unterteilt. Alle Felder sind gleichartig aufgebaut: ein hochovales Bildrelief zeigt ein weitgehend weiß belassenes, nur teilweise farbig gefaßtes und vergoldetes Relief, das eine legendäre oder historische Szene aus der römischen Antike darstellt. Auf einem schmalen profilierten Rahmen ist umlaufend auf weißem Grund mit Goldfarbe und schwarzer Schattierung eine Versinschrift aufgemalt; als Verstrenner dienen Quadrangeln auf halber Zeilenhöhe. Die Zwickel der Rechteckfelder sind mit teilvergoldetem Roll- und Beschlagwerk und mit bunten Fruchtgebinden gefüllt. Restauriert.

Maße: Bu. 3–3,5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

I.–VI. Im Gleichen-Zimmer, dem südlichen der beiden Räume, sind Helden dargestellt, die für Rom ihr Leben riskierten oder opferten. Reihenfolge: die drei Felder der Flurseite (Osten), dann die der Fensterseite, jeweils von Norden nach Süden.
I. Marcus Atilius erschlägt zusammen mit weiteren Kriegern vor der Kulisse einer Stadt einen Drachen. Die Umschrift beginnt unten in der Mitte.

  1. MARCVS ATTILIVS1) GENANT ·IN AFRICA EIN DRACHEN FANT ·HVNDERT VND ZWANTZIG WERCKSCHV GROS ·DEM NIEMANT SCHADEN KVNT MIT GESCHOS ·EIN KVNSTLICH WERCK ER RICTETa) AN ·AN WELCHEM ZOGEN ETLICH MAN ·MIT LAST DER STEIN ERKNITSCHTENS2) IHN ·DAS WAR DER ROMER HOCHSTER GEWIN ·

II. Mucius Scaevola hält vor dem thronenden König Porsena seine rechte Hand ins Feuer; rechts daneben mehrere Krieger, am Boden der ermordete Schreiber des Königs, im Hintergrund eine Stadt. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte.

  1. ALS MVTIVS GENANT SCHEVOLA3) ·SCHWIMMT VBER DIEa) TIBER ALDA ·VND ZV ERWVRGEN IHM FVRNAM ·SEIN FEIND DEN KONIG PORSENAM ·IDOCH DES KONIGS ER VERFEHLT ·ENTLEIBT DEN KANTZLER IM GEZELT ·SEIN HAND ZVR STRAF HELT ER INS FEWR ·VERBRANT DIESELBIGE VNGEHEWR ·

III. Dreifacher Zweikampf der Drillingspaare der Horatier gegen die Curatier: Zwei Krieger dringen auf einen dritten ein, drei weitere liegen tot am Boden; im Hintergrund eine Stadt. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte.

  1. ALBA VND ROM ZWITRECHTIG SIND4) ·DOCH DAS DER KRIEG SICH END GESWIND ·ZV BEIDEM TEIL VERORDNET MAN ·DREI DAPFER HELDEN WOLGETHAN ·HORATI ZWEN BLIBEN TOD ·DER TRITT ERLOSET ROM AVS NOT ·DAN ZWEN ALBANER ER ALLEIN ·ENTLEIBET MIT DER KLINGEN SEIN ·

IV. Titus Manlius erschlägt auf einer Brücke einen Krieger mit der linken Faust, rechts daneben das versammelte Heer; im Hintergrund eine Stadt. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte.

  1. ALS BEI DES ANIENIS5) FLVT ·DEa) ROMER VND FRATSOSENa) GVT ·SICH ZANCKTEN VMB DER BRVCKEN SCHVTZ ·KEMPFT EIN FRANTZOSE NICHTb) OHNE TRVTZ ·MIT TITO MANLIO DER IHN ·BESTREITET MIT SEINER FAVST GANTZ KVN ·STEIS IHN ZV BODEM GEWALDIGLICH ·DESEN GANTZ ROM ERFREWTE SICH ·

V. Marcus Curtius stürzt sich mit seinem Pferd in einen Erdspalt, aus dem Feuer und Rauch aufsteigen; links und im Hintergrund Zuschauer. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte.

  1. VON MARCO CVRTIO6) MAN SAGT ·WIE RITTERLICHEN ER SICH WAGT ·AVS LIEB GEGEN SEIM VATTERLAND ·TEIFa) IN ABGRVND DER ERDEN RANTT ·WELCHER VON STVNT AN SCHLVG ZVSAMM ·VERDEMFT DEN RAVCH MIT SAMPT DER FLAMM ·RETT MIT SEIM VNSCHVLDIGEN TOD ·DEa) ROMER SEIN AVS STERBENS NOD ·

VI. Marcus Valerius Corvus ersticht im Zweikampf einen Gallier, dem ein Rabe mit dem Schnabel ein Auge aushackt; links davon das versammelte Heer, im Hintergrund Stadt und Zeltlager. Die Versinschrift (A) beginnt oben in der Mitte und füllt nicht den gesamten Rahmen; links oben ist in dem frei gebliebenen Raum eine mit weiten Ziffernabständen geschriebene Jahreszahl (B) angefügt.

  1. A

    MARCVS VALERIVS7) DER HELD ·SICH WIDER DEN FRANTZOSEN STELT ·WELCHER ZV STREITEN SICH BOTT AHN ·MIT EINEM ROMISCHEN EDELMAN ·SCHLEGT IHN DVRCH HILF EINS RABEN TOD ·ERLOSTT SEINE ROMER AVS DER NOTH ·

  2. B

    1 5 9 8 · ·c)

VII.–XII. Im Georg-Friedrich-Zimmer sind Begebenheiten der Antike dargestellt, in denen Frauen – meist zur Rettung ihrer Ehre – getötet wurden oder Selbstmord begingen. Reihenfolge wiederum: zuerst die drei Felder der Flurseite (Osten), dann die der Fensterseite, jeweils von Norden nach Süden.

VII. Lucretia erdolcht sich; vier Männer versuchen vergeblich, die Tat zu verhindern; links hinter einer Säule eine trauernde Frau. Die Umschrift beginnt oben, etwas links von der Mitte, das Ende des letzten Verses, das im Rahmen keinen Platz mehr fand, steht außen auf der Kehle des Rahmens.

  1. · SEXTVS TARQVINIVS8) MIT GEWALT ·VND LISTIGKEITEN MANNIGFALT · LVCRETIAM DAS KEVSCHE WEIB ·GESCHWECHET HAT AN IHREM LEIB ·ZV HERTZEN GETH IHR SOLCHE SCHAND ·DAS SIE SICH DRVMB ERSTICHT ZV HANT ·DIE FREVNDSCHAFT RECHT IHR VNSCHVLD BEHEND ·VERIAGT DEN //d) KONIG INS ELEND

VIII. Lucius Verginius tötet seine Tochter Verginia vor Appius Claudius, der als Richter unter einem Baldachin thront, umgeben von mehreren Personen, darunter einem Narren mit Schellenkappe. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte.

  1. O APPI CLAVDI9) WER HAT DICH ·GEMACHT ZVM RICHTER SICHERLICH ·DER DV EIN FALSHCESa) VRTHEIL GIBST ·DAMIT DV DEINEN MVTWILLEN VBST ·WIE MVS GEWESEN SEIN ZVMVT ·VIRGINIO DEM VATER GVT ·DER VOR GERICHT MIT EIGNER HAND ·WIRGINIAM ERRETT VON SCHAND ·

IX. Unter einem Stadttor erwarten Frauen heimkehrende Soldaten; eine stirbt in den Armen eines der Krieger, eine weitere sinkt beim Anblick der Männer zu Boden. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte, für den letzten Vers reichte der Platz nicht aus, sein Schluß steht außen auf der Kehle des Rahmens.

  1. · TITVS FLAMINIVS10) VOR ZEIT ·WIDER HANNIBALEM IM STREIT ·VMBKAM SAMPT FV̈NFFZEHNe) MAN ·DER WEINIGER THEIL IHRN ENTRANN ·DAS GEMEIN GESCHREI ZV ROM ERSCHAL ·IHR MAN WEREN ERSCHLAGEN AL ·ZWO ROMERIN STVRBEN ZVR STVNT ·ALS SIE //d) IHR SOHN NOCH SAHEN GESVND

X. Masinissa betritt in Begleitung mehrerer Männer, von denen einer einen Pokal trägt, das Gemach der Sophoniba, die mit einem Kelch in der Hand tot auf ihrem Bett zusammenbricht, gestützt von einer Dienerin. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte.

  1. DER KONIG MASANISA GVT ·NACH SOPHANISBA11) WEND SEIN MVT ·DER KONIGIN SO TVGENDSAM ·WELCHE REGIERT NVMIDIAM ·ALS ER VORMERCKT SOLCHS VNRECHT SEIN ·VND DAS SIE SOLT GEHN ROM HINEIN ·SCHICKT ER IHR EIN DRANCK ZV BEREIT ·DESEN SIE STARB MIT GROSE(M)f) LEID ·

XI. Kleopatra liegt, von einer Schlange gebissen, im Palast sterbend am Boden, umgeben von zahlreichen entsetzten Kriegern, Dienerinnen und Höflingen. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte.

  1. CLEOPATRA12) EIN KONIGIN ·AVS AEGIPTEN MIT SCHNELLEM SINN ·ALS SIE HORT DAS ANTONIASg) ·GESCHLAGEN WAR IM GROSEN FLVS ·AM VORGEBIRGE ACTIO ·NIMPT SIE GIFTIGE SCHLANGEN ZWO ·AVS TRAVRIGKEIT IN IHRE FEVST ·ZVM TOD IHR ZARTES BLVT VERGEVST ·

XII. Herakleia wird zusammen mit ihren (drei statt zwei) Töchtern von Soldaten ermordet. Die Umschrift beginnt oben in der Mitte.

  1. ZW SIRACVSA IN DER STAT ·HERACLEA13) GEWOHNET HAT ·NACH DEM SOSIPPVS IHR EHMAN ·THAT IM ELEND HER VMB ER GAHN ·HIERONIMVS DER TOLL KONIG ·SCHAFFT IHR VIEL HERTZLEID VND VNGELVCK ·LAST SIE ERSTECHEN AVCH ENDLICH ·MIT IHREN TOCHTERN IAMMERLICH ·

Versmaß: Deutsche Reimverse.

Kommentar

Alle Inschriften sind in einer recht gleichmäßigen Kapitalis ausgeführt, bei der A, C, D, G, H, M, N, O und V quadratische Proportionen haben, alle übrigen Buchstaben sind deutlich schmaler. Auffällig sind die stark verkürzten Mittelbalken von E und F. Über das V ist gelegentlich ein waagerechter Strich gesetzt, eine Regel ist dabei nicht zu erkennen. Unklassisch ist das Z mit Mittelbalken gebildet: sämtliche Balken und der Schrägschaft sind s-förmig geschwungen. Zur Markierung der Versenden dienen Quadrangeln mit langen rechtsschrägen Sporen.

Die Stuckreliefs sind von dem aus Königsberg berufenen Kalkschneider Gerhard Schmidt ausgeführt worden, der auch die Reliefs im Rittersaal (vgl. nr. 360, 375) und in der Schloßkapelle (vgl. nr. 328) geschaffen hat. Wer für die Verfassung der Inschriften verantwortlich ist, ist unklar. Textvorlagen ließen sich jedenfalls nicht ermitteln. Für vier der antiken Szenen (Mucius Scaevola, M. Curtius, T. Manlius, M. Valerius) dienten ganz offensichtlich Kupferstiche aus der um 1586 entstandenen Serie der Römischen Helden von Hendrik Goltzius als Muster14. Die Beischriften dort sind freilich jeweils zwei lateinische Distichen, die auch inhaltlich nichts mit den Weikersheimer Versinschriften gemein haben.

Textkritischer Apparat

  1. Sic!
  2. Linker Schaft und Balken des H weit in den Bogen des C hineingeschoben.
  3. Zwischen den beiden Punkten eine Zierranke als Zeilenfüller.
  4. Rest der Inschrift außen auf dem Rand des Rahmens in gleicher Schriftgröße aufgemalt.
  5. Danach ist offenbar das Wort TAVSEND vergessen.
  6. E in deutlich kleinerem Schriftgrad in halber Zeilenhöhe, darüber Kürzungsstrich.
  7. So statt ANTONIVS.

Anmerkungen

  1. Marcus Atilius: Eine Vorlage für die geschilderte sagenhafte Szene, die sich mit einem Träger des Namens verbinden ließe, konnte ich nicht ermitteln.
  2. Erknitschen = zermalmen, zerquetschen; vgl. Grimm WB III, Sp. 879.
  3. C. Mucius Scaevola; die geschilderte Begebenheit soll sich im Krieg Roms gegen Porsena, den König von Clusium, im Jahr 507 v. Chr. abgespielt haben. Das mutige Auftreten des Römers veranlaßte Porsena angeblich zur Beendigung des Krieges; vgl. RE XVI.1 (1933), Sp. 416–423 (F. Münzer).
  4. Legendärer Vorfall im Streit Roms gegen Alba Longa unter Roms drittem König Tullus Hostilius (M. 7. Jh. v. Chr.). Die Entscheidung wurde demnach durch einen Zweikampf der drei Horatier auf römischer Seite gegen die drei Curatier auf Seiten der Albaner herbeigeführt; vgl. RE VIII (1913), Sp. 2322–1327.
  5. Eine Anekdote aus der Jugend des T. Manlius Imperiosus Torquatus berichtet, er habe im Krieg gegen die Gallier 367 oder 361 v. Chr. im Zweikampf einen gallischen Krieger erschlagen und diesem die Halskette (torquis) abgenommen, was ihm den Beinamen Torquatus eingebracht habe. Er sei angeblich von dem Gallier herausgefordert worden, das Ereignis habe vor den beiden Heeren an der Aniobrücke stattgefunden; vgl. RE XIV.1 (1928), Sp. 1179–1190.
  6. Marcus Curtius, sagenhafter römischer Held. 362 v. Chr. soll sich auf dem römischen Forum ein Erdspalt geöffnet haben, der sich einem Orakel zufolge erst wieder schlösse, wenn das höchste Gut Roms geopfert wäre. Curtius habe in diesem höchsten Gut Waffen und Tapferkeit gesehen und sich daher in voller Rüstung mit seinem Pferd in den Spalt gestürzt. Der habe sich daraufhin wieder geschlossen, und an seiner Stelle sei ein See entstanden; vgl. RE IV.2 (1901), Sp. 1864f. (Münzer).
  7. M. Valerius Corvus, Mitglied der gens Valeria, kämpfte als Militärtribun 349 v. Chr. unter L. Furius Camillus gegen die Gallier. Den Beinamen Corvus soll er sich im Zweikampf gegen einen riesigen Gallier erworben haben, den er angeblich mit Hilfe eines Raben besiegte, weil der sich auf dem Kopf oder der Schulter des Gegners niedergelassen und mit Schnabel und Flügeln dessen Gesicht attackiert hatte; vgl. RE VII A.2 (1948), Sp. 2413–2418 (Volkmann).
  8. Sextus Tarquinius, ältester Sohn des Königs Tarquinius Superbus, soll Lucretia, die Frau des Collatinus, eines Vetters des Prinzen, zum Beischlaf erpreßt haben. Daraufhin brachte sich Lucretia um, nachdem sie die Tat ihrem Vater, ihrem Mann und zwei Freunden berichtet und die vier zur Rache verpflichtet hatte. Dies soll zur Vertreibung der Tarquinier und zum Sturz des römischen Königtums geführt haben. Ob die Legende einen geschichtlichen Kern hat, ist fraglich; vgl. RE XIII.2 (1927), Sp. 1692–1695 (Münzer).
  9. Appius Claudius, beim römischen Volk verhaßter Decemvir, begehrte nach einer wohl im 3. Jh. v. Chr. entstandenen, historisch wertlosen Sage Verginia, die sehr junge Tochter des L. Verginius. Einer von Claudius’ Klienten behauptete, das Mädchen sei als Sklavin geboren und seinerzeit Verginius‘ Frau untergeschoben worden, und er reklamierte es für sich. Als der Decemvir in einer Gerichtsverhandlung seinem Klienten Recht gab, tötete Verginius seine Tochter, um sie so der Verfügungsgewalt des A. Claudius zu entziehen; vgl. RE VIII A.2 (1958), Sp. 1530–1535 (H. Gundel).
  10. So statt Gaius Flaminius, Consul im Zweiten Punischen Krieg, der am 21. Juni 217 v. Chr. in der Schlacht am Trasimener See mit seinem Heer von Hannibal vernichtend geschlagen und selbst getötet wurde. Nach Livius XXII.7,2 fielen 15000 Römer (vgl. Anm. e), 10000 entkamen. Die in der Versinschrift beschriebene Begebenheit in Rom haben Livius XXII.7,13 zur Vorlage: „Unam (sc. feminam) in ipsa porta sospiti filio repente oblatam in complexu eius exspirasse ferunt; alteram, cui mors filii falso nuntiata erat, maestam sedentem domi ad primum conspectum redeuntis filii gaudio nimio exanimatam“.
  11. Sophoniba, Königin von Numidien, Tochter Hasdrubals (die Form Sophonisba ist modern); antirömische Patriotin, die im Zweiten Punischen Krieg für Karthago Partei ergriff. Nach der Gefangennahme ihres Mannes Syphax durch ihren früheren Verlobten Masinissa und die Römer fiel Sophoniba bei der Übergabe von Cirta 203 v. Chr. in Masinissas Hand und wurde seine Frau. Scipio fürchtete aber ihre Einflußnahme auf Masinissa und verlangte daher ihre Auslieferung nach Rom. Um dies zu verhindern, wurde sie mit ihrer Zustimmung von ihrem Mann vergiftet; vgl. RE III A.1 (1927), Sp. 1099f. (Kahrstedt).
  12. Nach der Niederlage des M. Antonius in der Schlacht bei Actium am 2. September 31 v. Chr. beging die ägyptische Königin Selbstmord.
  13. Herakleia, Tochter des Königs Hieron II. von Syrakus, Frau des Zoippos, der als Vormund von Hierons Enkel und Nachfolger Hieronymos II. antirömische Politik im Einvernehmen mit Karthago betrieb. Als Hieronymos 214 v. Chr. einer Verschwörung zum Opfer fiel, befand sich Zoippos auf einer Gesandtschaftsreise in Ägypten und blieb im Exil. Seine Frau Herakleia wurde bald darauf mit ihren beiden Töchtern umgebracht. Die Versinschrift gibt die Vorgänge nicht richtig wieder; vgl. RE X A (1972), Sp. 715f. (H. Gundel).
  14. Vgl. The Illustrated Bartsch 3. Formerly vol. 3 (part 1): Netherlandish Artists. Hendrik Goltzius, ed. by Walter L. Strauss, New York 1980, nrr. 98–101. Meist wurden die kleinen Hintergrundszenen der Stiche verwendet und variiert, für die Darstellung der Scaevola-Szene benutzte Schmidt dagegen auch die Hauptfigur.

Nachweise

  1. Fleck, Burgen u. Schlösser 231 (nur erwähnt).
  2. Merten, Schloß Weikersheim 41984, 23 (nur erwähnt), 38 Abb. 6 (II.), 39 Abb. 7 (VIII., Ausschnitt).
  3. Ders., Schloß Weikersheim 1998, 49 (Abb.: I.–VI.), 50 (Abb.: VIII.).

Zitierhinweis:
DI 54, Landkreis Mergentheim, Nr. 313 (Harald Drös), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di054h014k0031306.