Inschriftenkatalog: Lüneburger Klöster

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 76: Lüneburger Klöster (2009)

Nr. 32† Kloster Medingen 1416

Beschreibung

Grabplatte des Propstes Johannes Meyer. Die Grabplatte lag im Chor der alten Kirche am Taufstein. Im Innenfeld war der Verstorbene dargestellt, die Inschrift verlief um den Stein.1)

Inschrift nach Büttner.

  1. Anno . D(omi)ni . M° . CCCC° . XVI° . in . p(ro)festo . barbare . v(ir)g(in)is 2) . o(biit) . ven(erabilis) . D(omi)n(u)s . Joh(ann)es . meyer . h(ujus) . mo(naster)ii . p(rae)p(osi)tus . orate . pro . eo .

Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1416 am Tag vor dem Fest der Jungfrau Barbara starb der ehrwürdige Herr Johannes Meyer, Propst dieses Klosters. Betet für ihn.

Kommentar

Johannes Meyer amtierte in der Zeit von 1396 bis 1416 als Propst des Klosters Medingen. Nach Lyßmann stammte er aus Celle und hatte zuvor eine Pfarrstelle in Gerdau bekleidet. Johannes Meyer ließ einen Flügel des Kreuzgangs mit dem Dormitorium im Obergeschoß neu errichten und erbaute das heute als einziges der mittelalterlichen Klostergebäude erhaltene Brauhaus.3)

Anmerkungen

  1. Vgl. den Lageplan bei Gebhardi, Collectanea, Bd. 7 (MS XXIII, 855), p. 626, Nr. 38. Die Zeichnung der Grabplatte läßt ungefähr deren Gestaltung erkennen.
  2. 3. Dezember.
  3. Lyßmann, Medingen, S. 45.

Nachweise

  1. Büttner, Diplomatarium, fol. 4r.
  2. Lyßmann, Medingen, S. 46.

Zitierhinweis:
DI 76, Lüneburger Klöster, Nr. 32† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di076g013k0003207.