Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 564 Marbach a. N., ev. Pfarrkirche St. Alexander 1614

Beschreibung

Gedenktafel für Daniel Schrötlin. Außen an der Südwestecke des Langhauses, als Sockel des Grabdenkmals für Daniel Schäublin aufgestellt.1 Querrechteckige Rollwerktafel mit 6zeiliger Inschrift (A). Auf den oberen Ecken des Rahmens je ein Wappenschild, beide beschädigt. Im linken Schild war um 1965 noch ein Wappen mit Monogramm erkennbar; im rechten eine Jahreszahl (B).

Maße: H. 56, B. 79, Bu. 4 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. A

    IM SECHZENHVNDERT · VIERZEHN · IAR, / DEN DREIZEHENDEN · HORNVNG · GAR, / NECHST · BEI · DER · LINDEN LEGTE · MANa) / DANIEL · SCHRÖTLINS · TODTEN · LICH͜N͜A͜M / ALS · ER · BALD · ZWEI · IAR · GLEBET · HET / GOT · IHN · MIT FREDEN · AVF · ERWECK

  2. B

    1614

Wappen:
Schrötlin, begleitet von Monogramm D S.

Kommentar

Der Vater des Kindes war Daniel Schrötlin, geboren um 1584, von 1610 bis 1615 Diakon (zweiter Stadtpfarrer) in Marbach und anschließend bis zu seinem Tod 1633 Pfarrer in Roßwag (Stadt Vaihingen a. d. Enz).2 Die Inschrift ist gereimt. – Die Schrift zeigt zahlreiche Enklaven. Duktus und Ornamentierung des Steins haben Parallelen3, der Stein lässt sich daher einer Marbacher Werkstatt zuweisen.

Textkritischer Apparat

  1. Verbessert aus MEN.

Anmerkungen

  1. Vgl. nr. 471.
  2. Sigel 697, 21; F. Rupp, Zur Familie Schrötlin, in: SwdtBllFamilien- und Wappenkunde 16 (1981) 447; Ev. Landeskirchl. Archiv Stuttgart, A 12, Nr. 8.
  3. Vgl. nrr. 552, 553.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 564 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di025h009k0056405.