Inschriftenkatalog: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 91: Hersfeld-Rotenburg (2015)

Nr. 323 Bad Hersfeld, Bauhof, aus Stiftskirche/Stiftsruine        E. 16.–1. V. 17. Jh.

Beschreibung

Fragmente einer Grabplatte. Kleiner Teil einer Platte aus rotem Sandstein, wenngleich das Objekt hell gefärbt erscheint. Eine Umschrift lief anscheinend auf erhöhter Leiste um ein Feld mit Wappen um. Davon ist nur ein Ausschnitt auf der linken Plattenseite erhalten, der Buchstaben, eine schlichte Hohlkehle und den Rest eines Wappenschild erkennen läßt. Die Lokalisierung ergibt sich aus der abgestuften Spitze des Schildes.

Maße: H. (Fragm.) 20, B. 30, Bu. 6 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

© Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Thomas G. Tempel) [1/1]

  1. [– – – / – – – / – – – ]STANT[I – – –]

Wappen:
unkenntlich1)

Kommentar

Der Wortrest ließe sich etwa zum Epitheton PRAE]STANT[ISSIMVS (Nrr. 199, 201) oder zum ebenfalls im Bestand der Hersfelder Stiftskirche vorkommenden Namen CON]STANT[INVS (Nr. 293) ergänzen, um nur zwei von vielen Möglichkeiten anzudeuten. Mit diesen beiden Platten wäre auch der Rahmen der Datierung in etwa abgesteckt, da die Schrift des vorliegenden Fragments bei aller Ungewißheit der wenigen Buchstaben mit breitem A, schmalem T, spitzem Winkel bei N und nach links gekipptem S durchaus dem Merkmalbestand des letztgenannten Bezugspunktes von 1612 gleicht.

Die Buchstabenfolge ist nicht in sekundären Überlieferungen für Hersfeld nachweisbar, aber das überrascht angesichts deren Kargheit nicht.

Anmerkungen

  1. Man glaubt den unteren Teil einer schwebenden Figur zu sehen.

Zitierhinweis:
DI 91, Hersfeld-Rotenburg, Nr. 323 (Sebastian Scholz und Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di091mz14k0032306.