Inschriftenkatalog: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 91: Hersfeld-Rotenburg (2015)

Nr. 228† Bad Hersfeld, Stiftskirche/Stiftsruine 1592

Beschreibung

Fragment einer Grabplatte, die früher an der Nordwand der Krypta aufgestellt war. Im oberen Teil des Feldes stand ein Engel, der vor sich eine Rollwerktafel mit der Inschrift hielt. Darunter war der Wappenschild angebracht, der 1941 nur noch fragmentarisch vorhanden war. Hörle konnte zu dieser Zeit nur noch die beiden letzten Zeilen der Inschrift lesen.

Nach Hörle.

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. [– – –] DANIELE SATVS OBIITa) XIII / IAN(VARII) A(NNO) XCII

Übersetzung:

… starb der Sohn des Daniel am 13. Januar im Jahr 1592.

Wappen:
Landau?1)

Kommentar

Aufgrund des Wappenfragments, auf dem Hörle noch ein Schwert erkannte, erschloß er das Wappen Landau, dessen Schildbild allerdings zwei Stäbe, nicht zwei Schwerter zeigt. Da in einer Urkunde von 1582 ein Daniel Landau als Bruder des Hersfelder Abtes Ludwig Landau genannt wird, ging Hörle davon aus, die Grabplatte sei einem 1592 verstorbenen Sohn dieses Daniel Landau zuzuweisen.

Textkritischer Apparat

  1. Hörle gibt statt eines Wortes nur ein †, das so aber nicht auf der Platte gestanden haben kann.

Anmerkungen

  1. Hörle erkannte noch ein Schwert, das er möglicherweise mit einem der Landauer Stäbe verwechselte.

Nachweise

  1. Hörle, Die Grabsteine im Stift aus dem 16. Jahrhundert 43.
  2. „Sohn des Daniel Landau 1592, Hersfeld“, in: Grabdenkmäler <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/gdm/id/1095> (Stand: 14. 11. 2006, Bearb. Andreas Schmidt, HLGL).

Zitierhinweis:
DI 91, Hersfeld-Rotenburg, Nr. 228† (Sebastian Scholz und Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di091mz14k0022804.