Die Inschriften des Landkreises Göppingen

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 41: Göppingen (1996)

Nr. 33 Gruibingen, ev. Pfarrkirche (St. Martin) 1408

Beschreibung

Glocke. Im Turm. Schulterinschrift zwischen grob gearbeiteten Schnurstegen, deren oberer am Beginn der Inschrift schräg nach unten abbiegt. Schrift schwer zu entziffern.

Maße: H. (o. Krone) 88, Dm. 101 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

  1. annoa) · d(omi)ni · m° · ccccob) · viiic) · ie(su)sd) · matie) · an(n)a · martinvs · ionaesf) · lvckas · marcvs · mathtevs ·

Kommentar

Als Worttrenner sind in unregelmäßigem Wechsel Glöckchen und nach unten hakenförmig ausgezogene Quadrangeln1 gesetzt. Die Bestimmung der ausführenden Gießhütte ist noch nicht gelungen.

Textkritischer Apparat

  1. Über den beiden n ein überflüssiger Kürzungsstrich.
  2. Hochgestelltes o über den beiden mittleren c.
  3. VII Glockenbeschlagnahmeakten; Conz, Martinskirche.
  4. Nomen sacrum ihs.
  5. Über ti Kürzungsstrich; verschrieben für mari(a).
  6. So statt iohanes.

Anmerkungen

  1. Nach den Glockenbeschlagnahmeakten „umgekehrte Klöppel“.

Nachweise

  1. Moll, Gruibingen 23.
  2. Kdm Göppingen 97.
  3. Glockenbeschlagnahme 1917 OA. Göppingen (LKA, A 26, 1484,5).
  4. Dt. Glockenatlas WürttHohenzollern nr. 669.
  5. Conz, Martinskirche 28.
  6. Ders., in: Gruibinger Heimatbuch 233 (Seperatdr. 29).

Zitierhinweis:
DI 41, Göppingen, Nr. 33 (Harald Drös), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di041h012k0003304.