Inschriftenkatalog: Landkreis Calw

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 30: Landkreis Calw (1992)

Nr. 94† Bad Herrenalb, Klosterkirche St. Maria 1440

Beschreibung

Grabschrift des Bernhard von Eberstein. Nach der Beschreibung handelte es sich um eine Wappengrabplatte mit Umschrift. 1553 noch vorhanden; die Lage hinter dem Stiftergrab läßt auf einen Standort im Chorfußboden schließen. Das Wappen und die Buchstaben der Inschrift sollen mit Metall ausgelegt gewesen sein, die Angabe als Messing ist fraglich; die Einlagen waren 1553 zum größten Teil entfernt, vermutlich wurde die Inschrift dabei stark beschädigt1.

  1. anno domini m ccccxxxx sexto [. . . . . . . . . . . . . . . . .] obiit [. . . . . . .] generosus dominus Bernhardus comes de Eberstein

Übersetzung:

Im Jahre des Herrn 1440 am sechsten . . . . starb der edle Herr Bernhard Graf von Eberstein …

Wappen:
Eberstein

Kommentar

Bernhard I. von Eberstein war ein Sohn der Eheleute Wilhelm von Eberstein und Margaretha Schenkin von Erbach (vgl. nr. 53), ein Bruder Wilhelms III. von Eberstein (vgl. nr. 86). Sein Begräbnis in Herrenalb ist überliefert, obwohl seine genauen Lebensdaten nicht bekannt sind. Krieg von Hochfelden zieht das Zahlwort sexto zur Jahreszahl und überliefert als Todesjahr 1446, das Todesjahr ist jedoch aus anderen Quellen belegt. Die Inschrift ist am Schluß nicht vollständig erhalten, wahrscheinlich war noch ein Votum angefügt.

Anmerkungen

  1. Krieg von Hochfelden S. 245; ebd. S. 483: ‚Der Ander vnd mittelst stein, des Wapens vnnd viler Buchstaben so messen gewesen beraupt, doch inn umbschrifft allein diße Wort kanndtbar …‘.

Nachweise

  1. Krieg von Hochfelden S. 483.

Zitierhinweis:
DI 30, Landkreis Calw, Nr. 94† (Renate Neumüllers-Klauser), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di030h010k0009405.