Inschriftenkatalog: Landkreis Calw

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 30: Landkreis Calw (1992)

Nr. 232 Wildberg, Kloster Maria Reuthin 1553

Beschreibung

Grabplatte der Priorin Barbara von Fridingen. An der Mauer des ehemaligen Kreuzgangs, Südwand. Die hochrechteckige Platte aus hellem Muschelkalkstein hat eine Umschrift auf breiter Leiste, die sich in einer Zeile oben im Mittelfeld fortsetzt. Eingeritztes Hügelkreuz, unter dem Balken rechts und links je ein Wappen.

Maße: H. 195, B. 105, Bu. 6,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

© Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

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Wappen:
Fridingen, Ehingen

Kommentar

Die Schrift ist keine ‚klassische‘ Minuskel mehr; die Unterlängen sind eng an den Buchstaben herangezogen, die Oberlängen stark ausgezogen und gespalten, langes s dominiert, einmal steht es auch am Wortende (des).

Barbara von Fridingen ist mit ihrer Schwester Catharina 1508 als Nonne in Kloster Reuthin genannt1. Sie wurde 1521 Priorin und ließ nach den Zerstörungen des Bauernkrieges 1525 die Lagerbücher des Klosters erneuern.

Textkritischer Apparat

  1. gnedig durch Kreuzbalken geteilt (gn–edig).

Anmerkungen

  1. Gand, Seelbuch S. 42f.

Nachweise

  1. Gand, Maria-Reuthin S. 23.
  2. Gand, Seelbuch S. 43 (Abb.).
  3. OAB Nagold S. 270.

Zitierhinweis:
DI 30, Landkreis Calw, Nr. 232 (Renate Neumüllers-Klauser), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di030h010k0023208.